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05.07.2010 09:30
Rubrik: Märkte

Kommentar: Frontier Markets – die Emerging Markets von morgen

Simone Müller-Esche

Frontier Markets wie Ägypten, Ukraine und Vietnam eröffnen zunehmend attraktive Ertragschancen, wie sie derzeit kaum eine andere Anlageklasse bieten kann, meint Simone Müller-Esche vom Kulmbacher Fonds- und Beratungshaus M.E.T. finanz.

Die Wachstumsprognosen für die Frontier Markets sind enorm. Die jährliche Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts in diesen Regionen liegt im Durchschnitt bei 9,86 Prozent. Zum Vergleich: die Emerging Markets liegen bei 8,36 Prozent; die USA bei 4,54 Prozent - und das Anlegerinteresse an den Grenzmärkten ist gerade erst erwacht. Ursachen für diese positive Bewertung sind auch die reichen Rohstoffvorkommen und dass Frontier Markets bevölkerungsreiche Länder mit idealer Bevölkerungsstruktur sind (viele junge Menschen in Arbeit und wenige alte Menschen).

Das Konsumwachstumspotenzial ist überdurchschnittlich. Wirtschaftlich sind die Frontier Markets mit den Emerging Markets vor 10 bis 15 Jahren zu vergleichen. Beispiele für Frontiermärkte sind: Ägypten, Bangladesh, Ecuador, Elfenbeinküste, Ghana, Kroatien, Slowakei, Sri Lanka, Ukraine und Vietnam.
 
Allerdings sind die Aktienmärkte der Frontier Markets für ausländische Investoren größtenteils nur schwer zugänglich. Nur wenige internationale Analysten haben ihr Potenzial bisher berücksichtigt. Es besteht also noch erhebliches Potenzial für kräftiges Kapitalwachstum. Geringe Korrelation mit den anderen Märkten der Welt lassen die Grenzmärkte zur breiten Diversifikation eines Depots als sinnvoll erscheinen.
 
Wer über einen Fonds in diese Grenzmärkte investiert, sollte sich natürlich im Klaren darüber sein, dass diese als besonders risikoreich und schwankungsanfällig gelten. Die Gründe dafür sind vielfältig: Insbesondere gilt es politische, wirtschaftliche und umweltpolitische Eigenarten zu berücksichtigen. Geringe Marktbreite, geringes Handelsvolumen, behördliche Handelsbeschränkungen, Gefahr von Verstaatlichung, Enteignung und protektionistische Maßnahmen sowie willkürliche Wechselkursanpassungen tun ein Übriges und verlangen vom Fondsmanagement enorme Insiderkenntnisse. Auch sind in diesen Ländern die Offenlegungspflichten und Bilanzierungsregeln mit denen, die in den etablierten Märkten vorherrschen, nicht zu vergleichen.
 
Da die gehaltenen Wertpapiere auf fremde Währungen lauten können, kann der Fonds zusätzlich durch Wechselkursänderungen sowohl günstig als auch ungünstig beeinflusst werden. Wir empfehlen deshalb Privatkunden, den Anteil am Gesamtvermögen bei Investitionen in Frontier Markets nicht größer als 5 Prozent zu wählen.
 
Wir berücksichtigen das Thema Frontiermärkte in unserem Dachfonds M.E.T. Fonds-PrivatMandat (WKN: A0R DGE) seit unserem Wiedereinstieg in die Aktienmärkte im Mai 2009 über einen der ältesten Fonds aus diesem Sektor: den Baring Asean Frontier Fund (WKN: 926 373).und beobachten für eventuelle Neuinvestments den Templeton Frontier Markets (WKN: A0R AK3). 
 
Mehr zu M.E.T. finanz
 
Veranstaltungstipp: M.E.T. finanz GmbH ist Teilnehmer der Hidden Champions Tour 2010 (im September, 5 Standorte)

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