Emerging Markets: „Höheres Wirtschaftswachstum führt nicht zwangsläufig zu höheren Aktienkursen“

Ein indischer Passant beobachtet die Börsenkurse
auf einer digitalen Anzeigetafel vor der
Bombay Stock Exchange (BSE) in Mumbai.
Wenn die Wirtschaft wächst, dann freuen sich die Aktionäre – so die weit verbreitete Annahme. Das stimmt so nicht, erklären Matthew Vaight und Michael Godfrey, Fondsmanager des M&G Global Emerging Markets Fund. Hierfür führen die beiden zwei Gründe an.
Die beiden M&G-Fondsmanager sind sich sicher: Entgegen der allgemeinen Auffassung steigen die Aktienmärkte in den Schwellenländern nicht zwangsläufig, wenn die Wirtschaft durchstartet.
Für dieses Phänomen gibt es ihrer Ansicht nach zwei Gründe. Erstens wachsen die Unternehmen häufig mit der Wirtschaft mit, ohne dass der Börsenwert steigt, also ohne dem Anleger einen Mehrwert zu bringen.
Und zweitens sind die Unternehmen in schnell wachsenden Volkswirtschaften an der Börse oft sehr hoch bewertet. Das imposante Wachstum wird vom Anleger folglich häufig zu teuer bezahlt.
Sorgfältige Einzeltitelauswahl
###BOX_5###
„Der Schlüssel zu einer erfolgreichen langfristigen Investmentstrategie in den Schwellenmärkten liegt unserer Meinung nach in der Einzeltitelauswahl, die sich auf ein grundlegendes Verständnis der Geschäftsmodelle und eine sorgfältige Kursanalyse unter Berücksichtigung der Erwartungen an die zukünftige Unternehmensentwicklung stützen muss“, erklärt Godfrey.
Für die Fondsmanager muss ein attraktives Unternehmen folgende drei Kriterien erfüllen:
- Das Unternehmen muss in der Lage sein, Erträge zu erwirtschaften, die dauerhaft über den Kapitalkosten liegen.
- Es muss über eine geeignete Strategie zur Sicherung von Unternehmenswachstum und nachhaltigen Erträgen sowie über ein zur konsequenten Umsetzung dieser Strategie fähiges Management verfügen.
- Und die voraussichtliche Entwicklung der Fundamentalwerte darf noch nicht voll im aktuellen Kurs eingepreist sein.
Ein Unternehmen, das diesen Test besteht, dessen Aktie also angesichts des Wachstumspotenzials unterbewertet erscheint, ist die indische Godrej Consumer Products – Nummer eins bei Haarfärbeprodukten und Nummer zwei im Bereich Seife in Indien. Ein zweites Beispiel ist MTN, der führenden Mobilfunkanbieter in Afrika und dem Nahen Osten.



















Noch keine Kommentare vorhanden.
Kommentar schreiben