Japan-Katastrophe: Seltene Erden sind out – aber nur für kurze Zeit

Kräne beladen ein Schiff in der chinesischen Hafenstadt Lianyungang
mit Schutt und Erde, die verschiedene Seltene Erden
enthalten. Die wertvolle Fracht wird nach Japan verschifft.
Foto: AFP / Getty Images
Seit der Katastrophe in Japan stehen in vielen japanischen Fabriken die Bänder still. Infolgedessen knickt die Nachfrage nach Seltenen Erden ein – Japan ist Importeur Nummer eins. Doch schon bald soll der Run auf die exotischen Metalle weitergehen. Seltene-Erden-Zertifikate werden derzeit kräftig durchgeschüttelt.
Seltene Erden fanden in den vergangenen Jahren vor allem seitens der japanischen Autobauer reißenden Absatz: In Glasscheiben steckt Cerium, für Batterien wird Lanthanum gebraucht und Neodym kommt in allerlei elektronischen Bauteilen unter.
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Nach dem Tsunami brach die Nachfrage aus diesem Sektor stark ein. Der Grund: Infrastruktur und Produktionsanlagen wurden zerstört, Lieferketten unterbrochen –bei den großen Autobauern Toyota, Nissan und Honda standen kurz nach der Katastrophe die Bänder still.
Seltene-Erden-Zertifikate mit Kurseinbrüchen
Die Folge: Die Preise der exotischen Metalle gingen deutlich zurück und mit ihnen die Aktienkurse der Minenbetreiber. Das Rare-Earth-Basketzertifikat der Société Générale (WKN SG1YRE) – eines der wenigen Finanzprodukte, mit dem Anleger am vermeintlichen Megatrend mitverdienen können – verlor innerhalb von einer Woche um 20 Prozent an Wert. Ähnlich erging es dem UBS-Rare-Earth-Basketzertifikat (WKN UB9REE). Auch hier fuhren die Kurse Achterbahn.
Heute, sieben Tage nach dem Kurssturz, steht das Papier der Société Générale fast wieder dort, wo es vor der Japan-Katastrophe notierte. Das UBS-Zertifikat kostet derzeit wieder mehr als zu Beginn der Krise. All die Aufregung also umsonst?



















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