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13.07.2011 14:14
Rubrik: Märkte

Vermögensverwalter-Tipp: Ignorieren Sie die Nachrichten

Trader an der New Yorker Börse unter einem Monitor mit
Business-News. Quelle: Gettyimages

Deutsche Aktien und Staatsanleihen haben im ersten Halbjahr Stärke bewiesen. Doch auch mit Dax-Aktien konnte man danebenliegen, wenn man zu sehr sich vom Tagesgeschehen leiten ließ. Gottfried Urban, Vorstand der Neue Vermögen, rät: Wer in guten Aktienzeiten Dividendentitel kauft, sollte die Nachrichten in gewissem Maß ignorieren.

In den vergangenen sechs Monaten gab es wahrlich genug Gründe, die den Anlegern die Sorgenfalten auf die Stirn trieben. Denken Sie an die Unruhen in Afrika, an den Tsunami und den Atomunfall in Japan oder die drohende Pleite Griechenlands. Dazu kam die Ankündigung, die Weltwirtschaftsmacht USA mit einem negativen Ausblick im Rating abzuwerten.

Doch der Markt zeigte immer nur sehr kurzzeitig Schwäche. Die Nachricht kann also noch so schwerwiegend sein – wenn die Aktienbewertungen günstig sind, die Stimmung zurückhaltend und genügend freie Liquidität vorhanden ist, bewegt sich die typische Marktkorrektur im Rahmen von etwa 10 Prozent.

Auch jetzt sind Aktien noch günstig bewertet. So sind viele etablierte Aktienmärkte, gemessen an der Gewinnentwicklung der Unternehmen, halb so teuer wie im Jahr 2000. Hier besteht also keine Überhitzungsgefahr. Wenn dazu die Gewinnsteigerungen kräftiger ausfallen als die Kurssteigerungen, ist das ein optimales Umfeld für Dividendentitel. Daher sollten Anleger, wenn sie in diesem Jahr mit guten Aktien im Minus stehen, durchhalten und – wenn möglich – noch zukaufen.

Denn selten sind die Rahmenbedingungen für Konsum und Investitionen besser gewesen. So droht von der Zinsfront keine Gefahr, weil die (westlichen) Notenbanken für ausreichende Liquidität sorgen. Selbst wenn die Zinsen in Europa und den USA am kurzen Ende auf 2 bis 3 Prozent steigen sollten, wäre das kein Beinbruch, sondern lediglich die Rückkehr zur Normalität. Bis es soweit ist, werden uns die negativen Realzinsen erhalten bleiben. Und ein solches Umfeld war immer eine gute Grundlage für steigende Aktienmärkte.

Lassen Sie sich also nicht verrückt machen und ignorieren Sie die aktuellen Nebengeräusche des Marktes und der Politik. Wer in Aktien investiert ist, sollte es bleiben. Denn die Angst vor einem Absturz der Aktienmärkte nach Hochständen ist derzeit unbegründet.

Zum Autor: Gottfried Urban ist Vorstand der Neue Vermögen AG in Traunstein und einer der Experten von www.vermoegensprofis.de.

In DAS INVESTMENT.com äußern sich renommierte Vermögensverwalter in regelmäßigen Kolumnen zu aktuellen Finanz- und Kapitalanlagethemen.

Lesen Sie weitere Kolumnen von Vermögensverwaltern in unserer Themenrubrik Vermögensverwalter.

 

Von: Gottfried Urban

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Leser, 12-08-11 11:57:
Hier kann man lesen, wie ein viel zu allgemein gehaltenes Gerede vollkommen daneben liegen kann.

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