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14.09.2011 17:56
Rubrik: Märkte

Studie: Deutsche machen weniger Schulden

Während viele Länder in den vergangenen Jahren in die Schuldenfalle schlitterten, übten sich deren Bürger in Sparsamkeit. Vor allem die Deutschen zeigten sich vorbildlich.

Im Umgang mit privaten Schulden haben die Haushalte in Deutschland eine Vorreiterrolle bei den Industrieländern. Wie der „Global Wealth Report“ der Allianz zeigt, ging die Schuldenquote – also die Schulden der privaten Haushalte in Prozent des Bruttoinlandsprodukts – in den vergangenen zehn Jahren von 73 auf 62 Prozent zurück.

Der gleiche Trend ist auch bei anderen Ländern erkennbar: Während viele Volkswirtschaften Europas sowie die USA in den vergangenen Jahren ihre Schulden häuften, verringerten die privaten Haushalte weltweit ihre Schuldenquote zwischen Ende 2007 und Ende 2010 um dreieinhalb Prozentpunkte auf 67 Prozent.

Private Verschuldung ist vor allem ein Problem der reicheren Länder, so ein weiteres Studienergebnis. Denn dort beträgt die Schuldenquote im Durchschnitt 88 Prozent. In den ärmsten Ländern liegt sie dagegen gerade einmal bei 20 Prozent.

Jeder Deutsche hat im Schnitt 41.402 Euro


Etwas schlechter schneidet Deutschland beim durchschnittlichen Brutto-Geldvermögen pro Kopf ab. Mit 60.123 Euro, die jedem Bundesbürger Ende 2010 rein rechnerisch zur Verfügung standen, zählt Deutschland zwar erwartungsgemäß zu den reicheren Ländern. In der Rangliste der reichsten Länder der Welt rangiert die Bundesrepublik jedoch nur auf Platz 17. Wie im letzten Jahr wird diese Liste mit großem Abstand von der Schweiz angeführt, die bei diesem internationalen Vergleich nicht zuletzt von der Aufwertung des Franken profitierte. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen die USA, Japan, Dänemark und die Niederlande.

„Der im europäischen Kontext relativ niedrige Wert für Deutschland reflektiert die geringe Kapitaldeckung der sozialen Sicherungssysteme“, erklären die Forscher. Bei den Wachstumsraten der letzten Dekade schneidet Deutschland dagegen besser ab: Das durchschnittliche Wachstum des Pro-Kopf-Geldvermögens von 3,4 Prozent pro Jahr liegt über dem westeuropäischen Durchschnitt (3,1 Prozent). Seit der Finanzkrise gehört Deutschland – zusammen mit Österreich und den skandinavischen Ländern – sogar zur Gruppe der Länder mit den höchsten Vermögenszuwächsen.

Beim Netto-Geldvermögen (Brutto-Geldvermögen abzüglich Schulden) liegt Deutschland mit 41.402 Euro auf Platz 14.

Von: Svetlana Kerschner

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Der Besserwisser, 15-09-11 13:46:
der Rückgang der Schuldenquote in D ist wohl weniger auf steigende Vernunft als vielmehr auf sinkende Bonität vieler Bürger zurückzuführen. Und was die Rangliste angeht: D wird weiter absinken weil es für alles und jeden Geld ausgibt, nur für die eigenen Bürger ist keines da (Stichwort Steuern/Abgaben, Infrastruktur, etc. etc.)

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