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05.01.2012 16:04
Rubrik: Märkte

J.P. Morgan-Experte: Keine harte Landung für China

Platz des Himmlischen Friedens in Peking.
Quelle: Getty Images

Negative Wachstumsprognosen schrecken Greg Mattiko nicht ab – der Schwellenmarkt-Experte von J.P. Morgan glaubt an seine Anlageregion. Vor allem die aktuelle Skepsis vieler Experten gegenüber China findet der Fondsmanager unbegründet.

Expertenprognosen, die eine massive Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im Fernen Osten prophezeien, interessieren Greg Mattiko nicht. Im Portfolio seines Fonds J.P. Morgan Emerging Markets Small Cap (WKN: A0M0J8) stellen Aktien aus China die größte Position dar.

Er investiere in kleine Firmen, die das Potenzial haben, zu großen Unternehmen zu wachsen, erklärt der Schwellenmarkt-Experte gegenüber der britischen Finanzagentur Citywire. „Daher kommt es darauf an, was in einem Land in den nächsten drei bis fünf Jahren passiert; die Situation in den nächsten sechs Monaten ist hingegen weitgehend uninteressant“.

Doch auch die kurzfristigen Aussichten der Volksrepublik beurteilt Mattiko wesentlich optimistischer als viele seiner Kollegen. „Chinas Wirtschaft ist sehr stark gewachsen – vielleicht sogar stärker, als es manche Sektoren verkraften konnten“, räumt er ein. Trotzdem habe das Reich der Mitte seine Wirtschaft gut im Griff.

An eine harte Landung mit einem BIP-Wachstum von weniger als 7 Prozent, wie sie einige Analysten und Investoren vorhersagen, glaubt Mattiko nicht. Er ist zuversichtlich, dass die im November vergangenen Jahres von der chinesischen Regierung angekündigten Maßnahmen bald Wirkung zeigen werden.

Das hoffen wohl auch die Anleger des J.P. Morgan Emerging Markets Small Cap. Denn im vergangenen Jahr brach der Fonds um 23 Prozent ein. Das lag laut Mattiko an der Volatilität kleiner Firmen, die gerade in den Schwellenmärkten besonders hoch ist. „Wenn die Märkte gut laufen und die Menschen risikofreudig sind, schneiden Kleinunternehmen gut ab“, sagt er. In Zeiten turbulenter Märkte hingegen versuchen Anleger Risiken zu reduzieren. Dabei stoßen sie vor allem Papiere kleinerer Unternehmen, die sie als besonders risikoreich einschätzen ab.

162 Prozent in drei Jahren

Auf lange Sicht hingegen zählt Mattikos Fonds zu den Klassenbesten. In den vergangenen drei Jahren legte der J.P. Morgan Emerging Markets Small Cap um 162 Prozent zu. Der Vergleichsindex MSCI Emerging Markets stieg im gleichen Zeitraum nur um 86 Prozent.

Von: Svetlana Kerschner

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