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10.01.2012 17:49
Rubrik: Märkte

Moneten mit Monet: Kunst schlägt Aktien

"Seerosen" ("Nympheas") von Claude Monet
im Londoner Auktionshaus Christie's:
Werke von Impressionisten stiegen 2001 im Schnitt
um 14 Prozent an Wert. Quelle: AFP/Getty Images

Mit den meisten Aktien war im vergangenen Jahr nicht viel Geld zu verdienen. Wer hingegen auf Kunst als Investitionsobjekt setzte, konnte sich auf einen netten Wertzuwachs freuen. Vor allem für China-Kunst-Fans und Impressionisten-Liebhaber hat sich ihre Sammel-Leidenschaft gelohnt.

Laut dem Mei Moses World All Art Index, der die bei Kunstauktionen in London und New York erzielten Preise vergleicht, legten Kunstwerke 2011 im Schnitt um 10,2 Prozent zu. Damit ließen Gemälden, Plastiken & Co. Aktienindizes wie S&P 500 oder FTSE All Shares weit hinter sich. Dabei soll laut Experten vor allem die steigende Nachfrage aus China die Preise für Kunstobjekte beflügelt haben.

Doch Kunst ist bekanntlich nicht gleich Kunst – diese Tatsache spiegelte sich auch in den Preissteigerungen wider. So waren Besitzer von Objekten traditioneller chinesischer Kunst 2011 besonders gut dran: Ihre Werke nahmen im Laufe eines einzigen Jahres um 20,6 Prozent an Wert zu. Auch wer auf Impressionisten oder Modern Art setzte, war gut bedient: Diese Werke brachten einen durchschnittlichen Gewinn von 14 Prozent.

Werke der zeitgenössischen und der Nachkriegs-Kunst legten 2011 um 6,4 Prozent zu; Gemälde Alter Meister und Kunstwerke aus dem 19. Jahrhundert stiegen um 4,8 Prozent.

Für die Multimillionärs-Familien scheint diese Erkenntnis indes nichts Neues zu sein: Wie eine aktuelle Studie ergab, setzen die Superreichen derzeit verstärkt auf Sachwerte, unter anderem auch auf Kunst.

Von: Svetlana Kerschner

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