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22.02.2012 15:07
Rubrik: Märkte

„Die faire Bewertung des Dax liegt bei 9.000 Punkten“

Andreas Leckelt

Andreas Leckelt, Vermögensberater und Vorstandsvorsitzender von Laransa, über die Euro-Krise, die Maßnahmen der Notenbanken und die faire Bewertung der deutschen Aktien

Entschuldung über Inflation – das geringste Übel?

Trotz der nach wie vor sehr angespannten Lage in Griechenland scheint das Eurozonen-Thema die Anleger nicht mehr so stark zu beschäftigen. Die Mehrzahl der Marktteilnehmer ist offensichtlich zu der Einschätzung gelangt, dass mittlerweile selbst im Fall eines unkontrollierten Zahlungsausfalls Griechenlands mögliche Überschwappeffekte auf andere Eurozonen-Staaten wirksam eingedämmt werden könnten.

Liquiditätsmaßnahmen als Rettung

Ein wichtiges Indiz für die tatsächlich verringerten Ansteckungsgefahren ist der bereits erheblich gesunkene Bestand an griechischen Kreditrisiken in den Banken außerhalb Griechenlands. Auch die zuletzt eingeleiteten Maßnahmen der Notenbanken wirken im Hinblick auf die Stabilisierung des Finanzsystems extrem positiv. Die Strategie läuft einfach gesprochen darauf hinaus, die Märkte solange mit Geld zu überfluten, bis das Finanzsystem und die Konjunktur gerettet sind.

Die eigentliche Herausforderung dieser Strategie besteht darin, die aktuell geschaffene enorme Liquidität zu einem späteren Zeitpunkt wieder einzusammeln und die Inflationsraten bis dahin auf einem akzeptablen Niveau zu halten. Die anfallende Rechnung zahlt vor allem der Sparer mit niedrig verzinsten Anlagen in Festgeldern oder auf Tagesgeldkonten, während ein niedriges Zinsniveau gepaart mit höheren Inflationsraten den Staaten die Entschuldung deutlich erleichtert. Auf der Habenseite für den Sparer wird jedoch immerhin zu verbuchen sein, dass das gesamte System mit der Strategie der Entschuldung über Inflation für ihn vor dem Kollaps gerettet wurde.

Rigide Sparpolitik nicht umsetzbar

Die Alternative, eine eiserne Sparpolitik in Kombination mit Steuererhöhungen ist in vielen Ländern aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und dem bereits schwachen Konsum nur sehr begrenzt möglich. Würden zudem alle hochverschuldeten Staaten den Weg gleichzeitig gehen, käme es zu einem Kollaps der Weltwirtschaft.

Von: Andreas Leckelt

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Gast, 28-02-12 13:45:
Weder Laransa noch Leckelt verfügen über eine BaFin-Erlaubnis zur Vermögensverwaltung. Warum diese Irreführung der Leser? Mit einer kurzen Recherche unter www.bafin.de hätte die Redaktion das leicht selbst feststellen können.
MfG

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