Becker, Schumi und Niki Lauda: Müssen sie für dubiose Dubai-Fonds haften??
Die Millionen-Werbung für Pleite-Türme der Gütersloher Fondsgesellschaft Active Capital Management (ACI) in Dubai könnte Boris Becker, Michael Schumacher und Niki Lauda nach Einschätzung einer Berliner Kanzlei teuer zu stehen kommen.
Die drei Prominenten warben für die Dubai-Immobilienfonds der ACI (DAS INVESTMENT.com berichtete), die seit März mit der Rückzahlung von insgesamt 60 Millionen Euro an 6.000 deutsche Anleger im Verzug ist. Während die Staatsanwaltschaft in Dubai wegen Zweckentfremdung von Anlegergeldern gegen ACI ermittelt, prüft der Anwalt Thomas Schulte zusammen mit seinen Kollegen Sven Tintemann, Kim Oliver Klevenhagen und Ulrich Schulte, ob die Geschädigten ihre Ansprüche auch gegen Becker, Schumacher und Lauda geltend machen können. Becker soll für die Werbung für die ACI 2 Millionen Euro, Schumacher 5 Millionen Euro und Lauda eine Million Euro kassiert haben.
Schadensersatzansprüche gegen Prominente, die für Fonds werben, sind in der Rechtsprechung keine Neuheit. Laut einem Grundsatzurteil des Landgerichts Mosbach (Aktenzeichen: 10135/06) haften Prominente und Politiker für entstandene Schäden, wenn sie sich als Zugpferd vor Fondsprojekte spannen ließen, die sie nicht hinreichend geprüft haben.
So hatte das Landgericht den frühere Bundesverteidigungsminister und Inhaber eines Lehrstuhls für Finanzrecht an der Universität München, Rupert Scholz, am 15. Juli 2007 dazu verurteilt, 35.000 Euro an zwei Anleger zu zahlen, die ihr Geld in den Pleite gegangenen MSF Master Star Fund Deutsche Vermögensfonds I AG & Co. KG eingezahlt hatten. Auch der Berliner Ex-Schulsenator Walter Rasch musste wegen seiner Werbung für denselben Fonds zahlen.
Niki Lauda jedenfalls bangt offensichtlich nicht um sein Geld: „Ich habe nur meinen Namen zur Verfügung gestellt und weniger als eine Million Euro bekommen“, sagte er dem österreichischen Wirtschaftsblatt. „Das Geld ist geflossen. Von Problemen weiß ich nichts, aber auch wenn der Turm nicht gebaut würde; würde sich für mich nichts änden.“

















6 und 7 sind mit den Namensgebern, Lauda, Becker und Schumacher verkauft worden. Erst Prospekt lesen...
Das es auch in Dubai zu Zahlungsschwierigkeiten kommen kann, hat wohl niemand gedacht???
Nichts ist dümmer, als sich einzubilden, man hätte von Immobilien Ahnung. Seit Jahren höre ich mir von Kaufwilligen an, dass ich keine Ahnung hätte. Und das, weil ich denen abgeraten hatte, zu investieren.
Bisher sind alle spätestens dann gescheitert, als es um den Wiederverkauf ging.
Wer erinnert sich an die 40Prozent-Sonder-AfA bei DDR-Schrott-Immobilien?
Das Haus war nur max. 35.000 wert. Angeboten wurde es von einer Investorengesellschaft für 80.000 JE WOHNUNG !! Bei 30 Wohnungen waren das 2,4 Millionen!!! Jede Wohnung hatte im maroden Zustand maximal einen Wert von gut gemeinten 10.000 ... hinzu kamen massive Instandsetzungen der fassade, der fenster, des Treppenhauses, der E-Anlage, der Wasserleitungen, der Heizung und das komplette Dach.
Viele Käufer mussten nachfinanzieren... und nochmal und noch mal...
Ein Freund zog die Reißleine. Verkauf.
Niemand wollte ihm für diese kleine popelige Wohnung 200.000 bezahlen.
Aber beim kauf der Wohnung meinte er, ich sei zu dumm, die Chance der 40-Prozent Sonder-AfA zu erkennen.
Ob er es jetzt erkannt hat?
TIPP 1: investiert nie in eine Immobilie, die ihr nicht kennt.
TIPP 2: investiert nur in Planungsobjekte wenn im Vertrag eine Auschlussklausel steht. Aber dazu müsste man ja Ahnung haben. Oder einen Freund, der Notar ist und sich auskennt.
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