Neue ETF-Portfoliolösung von BlackRock und iShares Passiv trifft aktiv

Stephanie Lang, Investment Strategist bei iShares

Stephanie Lang, Investment Strategist bei iShares

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Allein im XTF-Segment der Deutschen Börse sind heute schon mehr als 1.000 Exchange Traded Funds, kurz ETFs, gelistet. Ständig kommen neue Produkte hinzu. Die Auswahl an über ETFs investierbare Indizes wird immer größer, vor allem im Anleihebereich ist das Angebot in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Sehr viele Anlageziele können mittlerweile über kostengünstige Indexprodukte abgebildet werden. Die Produktvielfalt ist ein Gewinn für Investoren, gleichzeitig überfordert sie aber auch viele Anleger und Berater. Für sie ist es nicht nur schwer zu entscheiden, welches Produkt das passende ist, sondern auch wie sie die einzelnen Produkte am besten miteinander kombinieren können.

BlackRock bietet vor diesem Hintergrund schon seit über einem Jahr in Zusammenarbeit mit Lizenzpartnern wie Online-Banken oder Berater-Pools ETF-Musterportfolios an. Diese können Kunden als Anlageidee nutzen oder selbst vollständig nachbauen. Als logische Weiterentwicklung dieses Angebots hat BlackRock im April dieses Jahres eigene Ucits-konforme Fonds auf Basis von ETFs und Indexfonds aufgelegt. Sie nehmen Kunden die durchaus herausfordernde Aufgabe ab, die richtigen Zielfonds möglichst effizient zu kombinieren und diesen Mix an die Marktgegebenheiten anzupassen, ohne das Risiko außer Acht zu lassen. Sie bilden eine attraktive Ergänzung zum bereits bestehenden Multi-Asset-Fondsangebot von BlackRock.

Streuung auf diverse Aktien- und Anleihesegmente

Die BlackRock Managed Index Portfolios (BMIPs) gibt es in drei Varianten mit unterschiedlichem Risikoprofil: defensiv (WKN: A14UAN), ausgewogen (A14UAQ) und wachstumsorientiert (A14UAS).Sie investieren aktuell jeweils in bis zu 40 ausgewählte iShares-ETFs und BlackRock-Indexfonds. Im Anleihebereich zählen hierzu Produkte auf Indizes für Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, High Yields und Emerging Market Bonds. Im Aktienbereich wird sowohl in Industrie- als auch Schwellenländern investiert. Hinzu kommen nicht traditionelle Anlagen wie Rohstoff-, Gold- oder Immobilienaktien-ETFs.

Alle drei vereinen drei BlackRock-Kompetenzen in ihrem Anlageprozess: Eine aktive Vermögensallokation, transparente und kostengünstige Portfoliobausteine und ein robustes Risikomanagement. Gemanagt werden die BMIPs von Mitgliedern der Multi-Asset-Strategies Group der Gesellschaft. Sie profitieren neben der erstklassigen Anlagestrategie des Hauses von BlackRocks Kompetenz hinsichtlich Portfoliokonstruktion und Wertpapierhandel.

Strategische Asset Allocation mit Blick in die Zukunft

Am Anfang des Investmentprozesses steht die strategische Vermögensallokation. Hier verwendet das Team nicht nur die üblichen historischen Durchschnittsrenditen von Anlageklassen. Es versucht vielmehr bei der Portfolioaufteilung auf Aktien, Anleihen und nicht-traditionellen Anlagen den Marktgegebenheiten Rechnung zu tragen und berücksichtigt ebenfalls zukunftsgerichtete Bewertungen. Diese basieren auf der Expertise der hauseigenen Research-Abteilungen. Daraus ergibt sich eine grundsätzliche Gewichtung der Anlageklassen in den unterschiedlichen Profilen.

Mit der taktischen Positionierung reagiert das Management-Team dann auf Marktveränderung. Mindestens einmal im Quartal wird die Vermögensallokation überprüft und gegebenenfalls kurzfristig angepasst. Grundlage hierfür ist das globale Multi-Asset-Research von BlackRock und ein hauseigener systematischer Ansatz. Dieser minimiert die Umschlagshäufigkeit und hält so die Transaktionskosten niedrig, lässt aber genügend Flexibilität für Anpassungen an sich wandelnde Marktbedingungen. Hinzu kommen die globale Investmentstrategie und das themenbezogene Research des Asset Managers. Hierzu zählen zum Beispiel die Analysen des Chief Investment Strategist Russ Koesterich oder des leitenden Anleiheexperten Stephen Cohen, aber auch Erkenntnisse aus dem BlackRock Investment Institute. Quantitative Signale, basierend auf der hauseigenen und langjährig erprobten Risikoplattform Aladdin, steuern zusätzlich die Taktik des Anlageteams.

Von 100 Prozent Anleihen bis 100 Prozent Aktien

Die Risikokategorien der drei BlackRock Managed Index Portfolios orientieren sich an der SRRI-Einstufung (Synthetischer Risiko- und Ertragsindikator), die auch in den wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) verwendet werden. Die defensive Variante hat mit einem Risikoband von 2 bis 5 Prozent die Risikostufe 3. Dieses Profil fokussiert sich grundsätzlich auf Anleihen und beinhaltet einen geringen Teil Aktien. Der ausgewogene Fonds bietet in der Regel ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Aktien und Anleihen. Mit einem Risikoband von 5 bis 10 Prozent hat er die Risikostufe 4.

Das wachstumsorientierte Portfolio hat Risikostufe 5 (Risikoband 10 bis 15 Prozent). Das dynamische Rendite-Risikoprofil wird hier durch die stärkere Anlage in Aktien erreicht. Bei allen drei Varianten ist eine Beimischung von nicht-traditionellen Anlagen und taktischen Barvermögen möglich. Die Managementgebühr der Portfolios liegt bei 1,0 Prozent, die gesamten laufenden Gebühren 1,14 bis 1,16 Prozent. Hinzu kommt ein Ausgabeaufschlag von 3 Prozent. Einen Überblick über die drei neuen Fonds gibt die untenstehende Grafik:



Weitere Informationen zu den neuen BlackRock Managed Index Portfolios finden Sie hier.