Neues Climate Progress Dashboard Schroders präsentiert Modell zur Ermittlung der Erderwärmung

Im Meer treibender Eisberg vor Grönland: Das Climate Progress Dashboard von Schroders macht die Erderwärmung messbar | © Getty Images

Im Meer treibender Eisberg vor Grönland: Das Climate Progress Dashboard von Schroders macht die Erderwärmung messbar Foto: Getty Images

Andrew Howard, Head of Sustainable Research bei Schroders

Das vom Nachhaltigkeitsteam von Schroders entwickelte Climate Progress Dashboard ermittelt den langfristigen Temperaturanstieg, auf den sich die Welt zubewegt. Dabei stützt es sich auf ein Rahmenwerk unterschiedlicher Indikatoren aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, technologische Entwicklung und Energie.

Die zwölf Indikatoren*, die als wichtigste Triebkräfte und Steuerungsgrößen des Klimawandels gelten und von Schroders ausgewertet werden, überschreiten derzeit allesamt das internationale Ziel, die Erderwärmung auf weniger als 2 °C zu beschränken. Diese Zielmarke wurde im Dezember 2015 im Pariser Klimaabkommen festgeschrieben. Durchschnittlich deuten die Indikatoren des Dashboards gegenwärtig auf einen Temperaturanstieg von etwa 4 °C hin – eine Verdopplung gegenüber dem Pariser Klimaschutzziel.

Die Entscheidung des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, sich mit den Vereinigten Staaten aus dem Abkommen zurückzuziehen, wird die Bemühungen zur Begrenzung der Erderwärmung erschweren, analysieren die Experten von Schroders.

Energieunternehmen bergen Risiken

Das Climate Progress Dashboard offenbart das unterschiedlich starke Engagement in verschiedenen Wirtschaftszweigen und Indikatoren. Während weltweite politische Maßnahmen einen Temperaturanstieg von 3,6 °C erwarten lassen, hat die Öl- und Gasförderung aktuell einen Stand erreicht, der zu einem Temperaturanstieg um das Doppelte führen würde. Dies lässt erahnen, welche Risiken Energieunternehmen bergen.

„Der Klimawandel ist eine große Herausforderung für die Weltwirtschaft, die Industrie und die Finanzmärkte“, so Andrew Howard, Head of Sustainable Research bei Schroders. „Allerdings wird noch zu wenig über die Mittel gesprochen, mit denen die damit einhergehenden Risiken erfasst werden können. Daher ist es wichtig, ein Verständnis für die Entwicklungsgeschwindigkeit und die Auswirkungen auf Vermögenswerte zu erlangen.“

Anlageentscheidungen an realen Entwicklungen ausrichten

„Wir haben das Climate Progress Dashboard entwickelt, um eine vollkommen neue Perspektive auf das Tempo dieser Veränderung aufzuzeigen“, erläutert Howard weiter. „Es erfasst die wichtigsten Trends und Fortschritte auf dem Weg zur Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen. Dadurch eröffnet es einen objektiven und transparenten Einblick in die Veränderungen und hilft Investoren dabei, Entscheidungen an den tatsächlich zu erwartenden Entwicklungen auszurichten, anstatt sich bloß auf Hoffnungen und Wünsche zu stützen. Wichtig ist eine ganzheitliche Perspektive. Für den Fortschritt gibt es kein einheitliches Maß: Um die Weltwirtschaft unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu machen, werden in den kommenden Jahrzehnten ganz unterschiedliche Märkte wachsen und schrumpfen müssen.“

Die Nachhaltigkeits-Experten von Schroders werden das Climate Progress Dashboard vierteljährlich auf den neuesten Stand bringen. Hierdurch lassen sich die globalen Erfolge bei der Umsetzung der Pariser Klimaschutzziele in Echtzeit verfolgen. Dies hilft den Portfoliomanagern von Schroders, die mit dem Klimawandel einhergehenden Risiken besser zu steuern.

*Als Indikatoren wurden identifiziert:

  • Politischer Wille
  • Öffentliches Interesse
  • Politische Maßnahmen
  • Unternehmenspläne
  • Klimafinanzierung
  • Kohlenstoffpreise
  • Elektromobilität
  • Kapazität erneuerbarer Energieerzeugung
  • Kohlenstoffabtrennung und -rückhaltung
  • Öl- und Gasinvestitionen
  • Kohleförderung
  • Öl- und Gasförderung

Hier gelangen Sie zum Climate Progress Dashboard von Schroders.