Neues Vorhaben Rohstoff-Haus plant Kryptowährung mit Beilage

Kupfer-Recycling bei der Firma Aurubis im nordrhein-westfälischen Lünen: Tiberius will seine Kryptowährung unter anderem mit Kupfer besichern. | © Getty Images

Kupfer-Recycling bei der Firma Aurubis im nordrhein-westfälischen Lünen: Tiberius will seine Kryptowährung unter anderem mit Kupfer besichern. Foto: Getty Images

Die auf Rohstoffe spezialisierte Schweizer Investmentgesellschaft Tiberius Asset Management will in diesem Jahr eine eigene Kryptowährung auf den Markt bringen. Der Tiberius Coin (T-Coin) soll im Gegensatz zu anderen Kryptos mit Metallen unterlegt und besichert sein. Die hätten nämlich gar keinen wahren inneren Wert, bemängelt man bei Tiberius. Das wolle man nun ändern.

Für den T-Coin haben die Schweizer extra die Tiberius Crypto Aktiengesellschaft gegründet. Die Währung wolle man zunächst nur als sogenanntes Private Placement einer kleinen Zahl von Anlegern anbieten. In der zweiten Jahreshälfte wolle man sie dann handeln lassen. Im Gegensatz beispielsweise zum Bitcoin wolle man dabei aber von vornherein transparent bleiben, die Richtlinien zur Geldwäschebekämpfung beachten und Kundendaten erheben.

Als technische Grundlage will man auf das Smart-Contract-System von Ethereum zugreifen. Bei dieser speziellen Währung können Nutzer eigene Programme und Algorithmen programmieren und in der Blockchain ablegen. Die gelten dann für alle Anwender gleich, was das Nutzungsspektrum für Ethereum deutlich erweitert.

Über so einen Smart Contract will Tiberius regeln, wie die T-Coins unterlegt werden. Dazu will man Körbe aus Gold, Silber, Kupfer, Aluminium, Nickel, Zink, Blei und Zinn bilden und weltweit an Lagerstellen einbunkern. Anleger können sich das Metall sogar ausliefern lassen, wenn sie das wollen. Allerdings will Tiberius auch jährlich einen bestimmten Teil des T-Coin-Guthabens einziehen, um die Lager zu bezahlen. Wie viel das wird, und wie groß der Korb je T-Coin wird, darüber schweigen sich die Schweizer bislang aus. Auch andere weiterführende Informationen liefern sie auf Anfrage nicht.