Nicht mehr geheim Chinesische Goldkäufe dürften weiter anhalten

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Am Freitag gab die chinesische Zentralbank erstmals seit 2009 ihre Goldbestände bekannt. Die People’s Bank of China hält rund 1658 Tonnen des Edelmetalls, was Käufe von 100 Tonnen jährlich impliziert. Schlussendlich dürfte der Goldbestand auf über 5000 Tonnen ansteigen, schätzt Robin Bhar, Analyst bei Société Générale in London.

“China hat seine Strategie nicht sehr offen kommuniziert, daher ist es jetzt entscheidend, ob der Markt davon ausgeht, dass sie weiterhin kaufen wollen”, sagte Joni Teves, Analystin bei UBS Group AG in London. “Sie lassen offenbar die Tür für weitere Käufe offen, was das Abwärtspotenzial bei Goldbegrenzen sollte.”

Andere große Goldkäufer wie Deutschland und Russland veröffentlichen ihre Goldbestände jeden Monat. China hingegen hat bis vergangene Woche keine Veränderungen berichtet. Die neuen Daten zeigen, dass das Land Gold zur Diversifizierung seiner Devisenreserven nutzt.

China ist:

… der zweitgrößte Gold-Käufer

Laut Daten der chinesischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds hat China seit 2009 604 Tonnen Gold gekauft. 

… der fünftgrößte Gold-Eigentümer

Lediglich Russland hat mehr von dem Edelmetall erworben. Insgesamt ist China jetzt weltweit der fünftgrößte Gold-Eigentümer.

Chinas jährliche Goldkäufe entsprechen laut Einschätzung des World Gold Council rund zwei Prozent der jährlichen Nachfrage und es gibt einigen Spielraum für einen Ausbau der chinesischen Bestände. Auch der Einbruch des Goldpreises von einem Rekordhoch 2011 auf ein Fünfjahrestief hat Chinas Goldkäufe nicht gebremst.