Nick Price: „Eine der wenigen Gefahren sind Handelsbarrieren“

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Nick Price: "Das wirtschaftliche Gleichgewicht werden
wir nicht mehr erleben"

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DAS INVESTMENT.com: Mister Price, wann waren Sie zuletzt in einem Schwellenland?

Nick Price: Die ersten drei Tage in diesem Jahr war ich in Singapur, und davor in Nigeria. Singapur können wir wahrscheinlich gar nicht mehr zu den Schwellenländern zählen, oder?

DAS INVESTMENT.com: Nicht so richtig. Was haben Sie aus Nigeria mitgenommen?

Price: Ich habe ein paar nigerianische Aktien zugekauft. Ich habe Banken besucht und finde sie wirklich attraktiv.

DAS INVESTMENT.com: Trotz Krise?

Price: Ich glaube, die Krise ist weitgehend bewältigt. Grundsätzlich bin ich sehr optimistisch aus Nigeria zurückgekommen.

DAS INVESTMENT.com: Wie hoch ist die Nigeria-Quote in Ihrem Emerging-Markets-Fonds?

Price: 0,8 Prozent.

DAS INVESTMENT.com: Ist das viel?

Price: Nicht allzu viel. Aber Nigeria ist ein recht illiquider Markt, und Sie können schlecht Aktien halten, die Sie im Notfall nicht verkaufen können.

DAS INVESTMENT.com: Könnten Sie alte und neue Märkte einmal generell vergleichen?

Price: Das Gravierendste ist wohl, dass die Löhne in den Industrieländern noch immer sechsmal so hoch sind wie in den Schwellenländern. Allein wegen dieses Preisvorteils wird massenhaft Produktion in diese Länder verlagert.

DAS INVESTMENT.com: Ist nicht neu. Das sehen wir seit Jahren.

Price: Aber es passiert immer noch.

DAS INVESTMENT.com: Die Schere muss sich doch bald schließen, und dann war’s das.

Price: Sicherlich schließt sich die Schere. Das dauert aber sehr lange. Zunächst haben erst einmal viele Menschen mehr Geld in der Tasche, das sie ausgeben können. Die Einkommen steigen, während sie in den Industrieländern gleich bleiben. Ich sehe aber keinen Konsumeinbruch in der alten Welt. Gerade Deutschland ist in guter Verfassung.

DAS INVESTMENT.com: Wir haben eine Menge Geld.

Price: Genau. Aber es gibt nicht den Konsum-Boom, den wir aus den USA kennen.