Niedrigzins zeigt Wirkung In 5 interaktiven Grafiken: Wie Deutschlands Versicherer ihre Aktienquote hochfahren

Von 2,8 auf 4,5 Prozent: Das Diagramm zeigt die Aktienquote in den Anlageportfolios deutscher Erstversicherer von 2011 bis 2015. Die interaktiven Grafiken finden Sie unten in der News / Quelle: GDV

Von 2,8 auf 4,5 Prozent: Das Diagramm zeigt die Aktienquote in den Anlageportfolios deutscher Erstversicherer von 2011 bis 2015. Die interaktiven Grafiken finden Sie unten in der News / Quelle: GDV

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Das anhaltende Niedrigzinsdilemma zwingt die deutschen Versicherer zum Handeln: Auf der einen Seite specken ihre Garantien ab und auf der anderen Seite setzen sie stärker auf renditeorientierte Anlagen – und hier vor allem auf Aktien.

Dieser Trend war einerseits abzusehen: Vor rund zwei Jahren gaben in einer Befragung von Allianz Global Investors 39 Prozent der Versicherungen an, stärker in Aktien investieren zu wollen; nur 2 Prozent der Befragten wollten ihre Aktienquote senken. Andererseits war lange Zeit nicht klar, wie sich die verschärften Sicherheitsregeln für die Kapitalanlagen unter Solvency II auf die Aktienquoten der Versicherer auswirken werden. Seit Beginn dieses Jahres gilt: Je riskanter ein Versicherer das Geld seiner Kunden anlegt, desto mehr Eigenkapital muss er vorhalten. So gilt für Aktien aus dem EU- und OECD-Raum künftig eine Eigenkapitalunterlegung von 39 Prozent.



Vor einer Woche veröffentlichte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft den Kapitalanlagenbestand und deren Struktur der deutschen Versicherer, Stand Jahresende 2015. Wir haben weiter zurückliegende Daten angefordert, diese analysiert und daraus fünf interaktive Grafiken erstellt (folgende Seiten), die alle den vermuteten Trend bestätigen: Deutschlands Versicherer reagieren auf die niedrigen Anleihe-Renditen und fahren ihre Aktienbestände hoch.

Aus den Grafiken auf den kommenden Seiten lassen sich zahlreiche weitere interessante Trends ablesen:

-    die Summe der von den deutschen Versicherern investierten Gelder in den verschiedenen Anlageklassen von 2005 bis 2015
-    die jährlichen Zuwächse in den verschiedenen Anlageklassen von 2006 bis 2015
-    die Anlagequoten in den verschiedenen Anlageklassen von 2011 bis 2015
-    die prozentualen Veränderungen der Anteile verschiedener Anlageklassen von 2011 bis 2015