Nur 30 Neugründungen Fintech-Wachstum verlangsamt sich

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Das Wachstum der Fintech-Startups in Deutschland verlangsamt sich. Das zeigt eine Studie der Commerzbank-Tochter Comdirect. Seit Jahresanfang wurden gerade einmal 30 Firmen gegründet. Im Vorjahreszeitraum waren es bereits 49. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 141 Start-Ups gegründet - das entspricht fast drei neuen Firmengründungen in der Woche.

Auch beim Investitionsvolumen verringert sich die Wachstumsgeschwindigkeit. Nachdem sich die Höhe der Venture-Capital-Investitionen sowohl in 2014 als auch 2015 gegenüber dem Vorjahr jeweils mindestens verdoppelte und in 2016 konnten immerhin um rund 40 Prozent wuchs, wird 2017 der prozentuale Anstieg des Investitionsvolumens voraussichtlich deutlich darunter bleiben.

Beim Blick auf die einzelnen Sektoren ist der Bereich der Finanzierung nach wie vor dominierend: Die 154 Start-ups aus diesem Bereich konnten 2016 und 2017 insgesamt 28 Prozent des gesamten Fintech-Investitionsvolumens vereinnahmen. Zu diesem Sektor zählen neben Jungunternehmen aus den Bereichen Crowdfunding und Crowdinvesting auch Vergleichsplattformen. Der Bereich Proptech ist mit 178 Startups nominell zwar etwas größer, kommt aber nur auf 13 Prozent des gesamten Fintech-Venture-Capitals. Die höchste Dynamik verzeichnet der Bereich Insurtech. Hier gibt es aktuell 73 Start-ups, das ist ein Wachstum von 70 Prozent gegenüber 2015.

Insgesamt sind mittlerweile 699 Start-ups aus dem Finanzbereich in Deutschland registriert. In den ersten neun Monaten des Jahres konnten diese Unternehmen 579 Millionen Euro einsammeln.