Oldtimer „Der sieht aus wie ein Eddy“

Timo Joost in seinem „Eddy“ bei der Sachsen Classic 2016

Timo Joost in seinem „Eddy“ bei der Sachsen Classic 2016

DAS INVESTMENT: Woher kommt Ihre Begeisterung für Oldtimer?

Timo Joost: Mir wurde die generelle Begeisterung für Automobile in die Wiege gelegt. Als Kind einer Motorsportfamilie verbrachte ich nahezu jedes Wochenende auf der Rallye- oder Rennstrecke. Zunächst als Helfer im Verein, später bin ich selbst aktiv die Deutsche Kartmeisterschaft gefahren, habe im Tourenwagen und in kleineren Formel-Fahrzeugen gesessen. Das Thema klassische Mobilität kam dann weit nach dem Führerschein. Die Rennsport-Gene wurden wieder geweckt, als ich meine ersten Klassik-Rallyes gefahren bin. Nun nicht mehr auf Bestzeit, dafür aber auf die Hundertstelsekunde genau. Und das mit Fahrzeugen, die 30 Jahre und älter sind. Eine Herausforderung, die mir unheimlich viel Spaß macht.

Nach welchen Kriterien haben Sie Ihre Oldtimer ausgesucht?

Joost: Den BMW suchte ich nicht wirklich. Aber ein älteres, fahrbares Auto zu einem bezahlbaren Preis. Am besten noch mit der Option, bei schönem Wetter das Dach öffnen zu können. Meinen 1955er MAG allerdings kaufte ich sehr bewusst. Ein englischer Roadster, in dem selbst ich mit knapp 2 Metern Körpergröße einigermaßen bequem sitzen kann und der es mir ermöglichen soll, einen meiner größten Träume zu realisieren: bei der Mille Miglia in meinem eigenen Auto anzutreten.

Haben Sie einen Namen für Ihr Auto?

Joost: Eine Freundin ist generell für die Namen der Autos zuständig und hat da auch echt ein Händchen für. Als sie meinen BMW das allererste Mal sah, sagte sie sofort: „Der sieht aus wie ein Eddy.“ Seitdem ist der Name nicht mehr wegzudenken, und fast alle meine Freunde und Kollegen nennen das Auto auch so.

Haben Sie einen Lieblingsbeifahrer?

Joost: Meinen Sohn Maximilian auf dem morgendlichen Weg zur Kita.

Welche Musik hören Sie beim Fahren?

Joost: Ich habe im BMW zwar das originale Bavaria-Radio mit Kassettendeck, aber ehrlicherweise ist es kaum in Betrieb. Ältere Fahrzeuge klingen einfach viel schöner als jede Musik, das will ich mir nicht kaputt machen. Ich verstehe auch die Menschen nicht, die sich in ihren Oldtimern moderne Soundanlagen nachrüsten.