Paketbomben DHL-Erpresser fordert Millionen-Lösegeld in Bitcoin

DHL-Sendungen im Paketzentrum Leipzig: Für den Fall, dass das Unternehmen nicht zahlt, drohen der oder die Täter mit weiteren Paketbomben. | © Getty Images

DHL-Sendungen im Paketzentrum Leipzig: Für den Fall, dass das Unternehmen nicht zahlt, drohen der oder die Täter mit weiteren Paketbomben. Foto: Getty Images

Der DHL-Erpresser, der bereits zwei Päckchen mit Sprengsätzen verschickt hat, fordert für ein Ende der Paketbombensendungen 10 Millionen Euro in der Kryptowährung Bitcoin von dem Unternehmen. Das berichtet die „Bild“-Zeitung in ihrer Online-Ausgabe. Für den Fall, dass DHL nicht zahlt, drohen der oder die Täter demnach mit weiteren Paketbomben.

Auch beim Erpresserschreiben nutzt der Unbekannte die digitalen Möglichkeiten: Seine Forderung fand die Polizei als QR-Code im zuletzt aufgetauchten Paket, der Scan führte schließlich zu einem kurzen deutschen Erpressertext im Internet. Sowohl die Bitcoin-Forderung als auch der QR-Code erschweren der Polizei die Tätersuche erheblich, da beides für maximale Anonymität sorgt und so die Rückverfolgung beinahe unmöglich macht.

Anfang November hatte der Unbekannte bereits eine Paketbombe an einen Onlinehändler in Frankfurt an der Oder verschickt. Das Paket verbrannte, wobei das Erpresserschreiben vernichtet wurde. Vergangenen Freitag legte eine weitere Bombensendung dann den Potsdamer Weihnachtsmarkt lahm: Der Adressat, ein angrenzender Apotheker, hatte bei dem Paket verdächtige Drähte heraushängen sehen, das Paket ins Freie getragen und die Polizei gerufen. Die sperrte das Gebiet weiträumig und entschärfte den Sprengsatz.

Die Sonderkommission „Luise“ geht nun zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung nach, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und versuchter schwerer räuberischer Erpressung. Eine heiße Spur war bislang offenbar jedoch nicht darunter.