Passive Investments US-Fondsgesellschaft Vanguard setzt auf Wachstum in Europa

Passive Investments: US-Fondsgesellschaft Vanguard setzt auf Wachstum in Europa | © unsplash.com

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Anstehende Regulierungen wie Mifid II werden voraussichtlich die Kosten für die Verwaltung von Vermögen in Europa erhöhen. Davon dürften Investments, die Indizes nachbilden, profitieren - zu Lasten von Produkten, bei denen Manager für das aktive Auswählen von Aktien und Anleihen bezahlt werden.

Der US-Vermögensverwalter Vanguard erwartet, dass dies den Anteil passiver Investments am europäischen Markt von 15 Prozent im Laufe der nächsten zehn bis 15 Jahre auf über 30 Prozent hochtreiben wird. Das würde dem Marktanteil in den USA entsprechen, wobei Moody’s Investors Service davon ausgeht, dass Indexfonds dort binnen sieben Jahren die teureren aktiv investierten Produkte überholen werden.

„Aktives Management stirbt an Gier“

Tim Buckley, Vanguard

Die aktive Vermögensverwaltung „stirbt an ihrer eigenen Krankheit, an ihrer eigenen Gier“, sagt Tim Buckley, Vanguards Chief Investment Officer, im Interview mit Bloomberg in seinem Londoner Büro. „Es geht um hohe Kosten gegenüber niedrigen Kosten - und hohe Kosten sind der Dinosaurier.“ Vanguard betreut ein Anlagevolumen von insgesamt 4 Billionen US-Dollar, davon 1 Billion Dollar in aktiven Anlagen.

Als Antwort auf die Pläne der britischen Regulierer, den Wettbewerb unter den Asset-Managern anzukurbeln, hat Vanguard am Montag gefordert, bei allen Fonds einen „Gesundheits-Warnhinweis“ zu den Gebühren anzugeben. Die Fondsgesellschaft sagt, die hohen Gebühren seien einer der wichtigsten Gründe, weshalb die meisten aktiv verwalteten Fonds in den letzten 15 Jahren schlechter abgeschnitten haben als ihre gewählte Benchmark.