Philip Wenzel So beurteilt unser Policen-Polizist die Universa SBU

Philip Wenzel ist Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK) und betreut bei Freche Versicherungsmakler aus dem bayerischen Kemnath die biometrischen Risiken. Als gelernter Historiker ist Wenzel immun gegen Langeweile und kann auch längere Bedingungswerke ohne Schaden lesen und analysieren. | © privat

Philip Wenzel ist Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK) und betreut bei Freche Versicherungsmakler aus dem bayerischen Kemnath die biometrischen Risiken. Als gelernter Historiker ist Wenzel immun gegen Langeweile und kann auch längere Bedingungswerke ohne Schaden lesen und analysieren. Foto: privat

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Die Berufsgruppen in den Berufsunfähigkeitsversicherungen werden nach wie vor eher mehr als weniger. Darüber darf sich jeder gerne beschweren. Allerdings ist das Problem ja auch hausgemacht. Gerade der freie Vermittler wird am Markt zwischen gleichwertigen Anbietern immer den wählen, der den Vertrag zu den günstigsten Konditionen anbietet.

Derselben Logik folgt auch der neueste Trend unter den Anbietern einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Kaum noch eine Handvoll möchte den Schüler uneingeschränkt absichern. Denn der freie Vermittler überzeugt selbstverständlich die Eltern des künftigen Dachdeckers anhand des Prämienunterschieds eher davon, schon als Schüler eine BU-Versicherung abzuschließen, als die Eltern des Schülers, der Raketenwissenschaftler werden möchte.

verschiedene Berufsgruppen bei Schülern

Manche Anbieter versichern deswegen Schüler überhaupt nicht. Andere versichern Schüler, verlangen aber eine Meldung bei Aufnahme einer Ausbildung oder eines Berufs, um in den dann ausgeübten Beruf einzustufen. Bei Nichtmeldung würde sich die BU-Versicherung in eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung wandeln. Wieder andere versichern Schüler, unterscheiden aber bei der Prämie zwischen Schülern der verschiedenen Schularten und Klassenstufen. Das kann auch mal zu acht verschiedenen Berufsgruppen bei Schülern führen.

Da ist es lobenswert, wenn ein Versicherer, der nicht unbedingt regelmäßig bei der Wahl der beliebtesten BU-Versicherer unter den ersten drei auftaucht, sich hier positiv in den Vordergrund spielt. Die Universa verzichtet bei Schülern auch in der neu aufgelegten SBU auf eine erneute Risikoprüfung bei Eintritt ins Berufsleben und unterteilt Schüler nur in zwei Berufsgruppen.

Da der Versicherer aber nicht bei Nachversicherungsgarantien auf die Einstufung nach dem dann ausgeübten Beruf verzichtet und auch die maximal mögliche Absicherungshöhe für Schüler bei 1.000 Euro liegt, empfiehlt es sich, eine möglichst hohe Dynamik zu vereinbaren, um die Absicherung schnell an den tatsächlichen Bedarf anpassen zu können. Schüler sind außerdem nur bis zum Endalter 65 versicherbar, was sich aber im Einzelfall alternativ decken lassen sollte. 

Leistungsbeginn ab der Berufsunfähigkeit

Auch im Allgemeinen sind die Bedingungen der Universa gut lesbar. Sehr positiv ist die Kundenfreundlichkeit des Tarifs in vielen kleinen Details. So ist der Leistungsbeginn zum Beispiel nicht der Erste des Folgemonats, in dem die BU eingetreten ist, sondern der erste Tag der Berufsunfähigkeit. Das kann im Extremfall eine Rentenleistung mehr ausmachen, sollte der Tag der BU ein Monatserster sein.

Bei Studenten, die bereits die Hälfte der Regelstudienzeit hinter sich gebracht haben, wird bei der konkreten Verweisung auf den Lebensstandard abgestellt, der in einem Beruf erreicht wird, der für gewöhnlich nach dem abgeschlossenen Studium ergriffen wird. Das ist deswegen von Vorteil, da die Lebensstellung und vor allem der Verdienst eines Studenten nicht gerade als hoch einzustufen sind, weshalb wohl beinahe jede Aufnahme einer alternativen Ausbildung im Zweifel schon zur Verweisung führen könnte.