Pictet-SmartCity Urbanisierung als Anlagechance

Mitarbeiter eines städtischen Landwirtschaftsunternehmens prüft Gemüse und Kräuter im Rahmen eines Dachfarm-Projekts in Paris. „Grüne“ Projekte wie dieses spielen bei Stadtplanungen eine immer wichtigere Rolle.     | © Getty Images

Mitarbeiter eines städtischen Landwirtschaftsunternehmens prüft Gemüse und Kräuter im Rahmen eines Dachfarm-Projekts in Paris. „Grüne“ Projekte wie dieses spielen bei Stadtplanungen eine immer wichtigere Rolle. Foto: Getty Images

Ivo Weinöhrl, Fondsmanager bei Pictet Asset Management

Die globale Bevölkerung wächst und wächst – und sie dringt in die Städte. Laut einem Bericht der Vereinten Nationen schreitet die Urbanisierung weiter fort, und 2050 werden rund zwei Drittel der Menschen in Städten leben. Zu den heutigen 4,2 Milliarden Städtern sollen weitere 2,5 Milliarden hinzukommen. In Folge werden viele Metropolen weiter wachsen. Schon bis 2030 soll sich nach UN-Prognosen die Zahl der Mega-Citys mit mehr als 10 Millionen Einwohnern auf 43 erhöht haben. Die größte Metropolregion der Welt ist zurzeit Tokio mit rund 37 Millionen Einwohnern. In den kommenden zehn Jahren soll sich jedoch das indische Neu-Delhi an die Spitze schieben.

Die stärkste Anziehungskraft, mit der Menschen in Städte gelockt werden, strahlen sicherlich Jobs aus. Auf der Suche nach – gut bezahlter –Arbeit  zieht es schon seit Jahrzehnten Landbewohner in die Metropolen. Leben in urbaner Umgebung bedeutet aber auch Infrastruktur, Versorgung und soziale Treffpunkte. Dies in guter Qualität abzubilden, stellt wachsende Städte vor große Herausforderungen. Hinzu kommt die hohe Umweltbelastung durch das Leben vieler Menschen auf engem Raum. Müllberge und ein hoher CO2-Ausstoß schaden nicht nur der Natur, sondern auch den Stadtbewohnern selbst. 80 Prozent der urbanen Bevölkerung weltweit ist Feinstaubwerten ausgesetzt, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als gesundheitsgefährdend bezeichnet.

Herausforderung wird zur Chance

Eine nachhaltige Stadtentwicklung, die sich solchen Problemen annimmt, ist unumgänglich. Zugleich muss sie sich Fragen stellen wie: Wie wollen wir wohnen? Wie wollen wir arbeiten? Wie wollen wir leben? Der technologische Fortschritt inklusive der allgegenwärtigen Digitalisierung sind wichtige Motoren für die erfolgreiche Bewerkstelligung dieser Aufgabe.

Pictet Asset Management sieht hier jedoch nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine große, globale Investmentchance.  Mit dem Aktienfonds Pictet-SmartCity ist seit Kurzem eine Themenstrategie im Angebot, die vom starken Wachstumspotenzial von Unternehmen profitieren soll, die intelligente Lösungen für die Herausforderungen der starken Urbanisierung entwickeln. Städte müssen sich anpassen, um die schnell wachsende Bevölkerung aufzunehmen und gleichzeitig die damit verbundenen Umweltauswirkungen zu reduzieren. Dadurch entstehen völlig neuartige Anlagechancen, die durch die starken langfristigen Trends des demografischen Wandels, des Wirtschaftswachstums, der Nachhaltigkeit und des technologischen Fortschritts untermauert werden.

Big Data hilft, Lösungen zu finden

Eine „Smart City“ ist eine Stadt, die in der Lage ist, Daten zu sammeln, zu aggregieren und zu analysieren, um die von ihr verursachten Herausforderungen wie Umweltverschmutzung, Kriminalität oder Krankheit zu lösen. Im Ergebnis soll sich das allgemeine Wohlbefinden der Stadtbewohner geistig, körperlich und wirtschaftlich verbessern. Dabei spielen Innovation, Technologie, Wirtschaftswachstum, Wohlstand und der ökologische Fußabdruck eine bedeutende Rolle.

Der Fonds konzentriert sich auf drei Hauptsegmente. Der erste Bereich heißt „Building the City“ und umfasst Unternehmen, die im Design, der Planung und dem Aufbau der Städte von morgen engagiert sind, mit dem Fokus auf Effizienz und Nachhaltigkeit. In zweiten Segment (Running the City) geht es um das erfolgreiche Betreiben urbaner Räume, also um die nötige Infrastruktur (sowohl traditionell als auch digital) und Dienstleistungen, die zum tagtäglichen Funktionieren der Städte beitragen. Der dritte Bereich (Living in the City) zielt auf Unternehmen ab, die Dienstleistungen und Lösungen für das urbane Leben des 21. Jahrhundert anbieten. Dazu zählen auch gemeinschaftliche und effiziente Arbeitsplatzmodelle sowie die Themen Wohnen, Essen und Freizeitaktivitäten.

Investiert wird in der ganzen Welt und grundsätzlich auch in allen Sektoren. Aufgrund der thematischen Ausrichtung werden jedoch viele Unternehmen im Fonds aus den Bereichen Mobilität, Verkehr, Infrastruktur, Immobilien, nachhaltiges Ressourcenmanagement sowie Technologien und Dienstleistungen, die die Entwicklung einer besseren städtischen Umwelt unterstützen, stammen. Zielgruppe des Fonds ist eine immer breiter werdende Anlegerschicht, die sowohl innovativ denkt als auch renditeorientiert ist und dabei Wert auf nachhaltige Aspekte des Wachstums legt.