Pictet-Water Fund Noch führt Singapur beim Schutz der Wasserressourcen

Cedro Reservoir in Quixada: Im Nordosten Brasiliens herrscht eine heftige Dürreperiode. Der Schutz der vorhandenen Wasserressourcen wird immer wichtiger.  | © Getty Images

Cedro Reservoir in Quixada: Im Nordosten Brasiliens herrscht eine heftige Dürreperiode. Der Schutz der vorhandenen Wasserressourcen wird immer wichtiger. Foto: Getty Images

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Oft macht Not erfinderisch. Als kleine Insel ohne Grundwasser, mit begrenzten Wasserspeichermöglichkeiten, einer schnell wachsenden Bevölkerung und Wirtschaft überrascht es nicht, dass Singapur bei Wasseraufbereitung, -einsparung und -technologie weltweit führend geworden ist. Einen weiteren Impuls gibt die Abhängigkeit des Landes von der einzigen Quelle für importiertes Wasser, nämlich Malaysia. Die diplomatischen Spannungen mit diesem Land könnten sich somit negativ auswirken. Singapur möchte es daher bis 2060 schaffen, sich selbst mit Wasser versorgen zu können, ein Jahr bevor der Wasserimportvertrag mit Malaysia ausläuft.

Von der Toilette in den Wasserhahn

Singapur könnte ein Vorbild für andere wasserarme Regionen sein, deshalb betrachtet das Pictet Water Advisory Board die Entwicklungen, um das Investmentteam des Pictet-Water Funds optimal zu den neuesten Trends und Fortschritten in der Wasserbranche beraten zu können.

Das Wasser in Singapur nach Gewinnungsquelle, in Prozent zur Gesamtmenge:

                                                                                                  Quelle: PUB

Der Erfolg Singapurs beruht auf mehreren Gründen. Eine davon ist Technologie, von der auch andere Länder profitieren könnten. Singapur könnte ihnen erklären, wie man mit Big Data Leckagen verhindert oder was es mit der NEWater-Initiative auf sich hat, bei der Abwasser gereinigt wird und dann verschiedene Aufbereitungsprozesse durchläuft – Mikrofilterung, Umkehrosmose und UV-Desinfektion. Das über diese Prozesse bereitgestellte Wasser wird in großem Stil in der Industrie eingesetzt und ist so sauber, dass es Trinkwasserqualität hat. Aber technologisches Know-how allein reicht nicht aus, um eine Wasserrevolution in Gang zu setzen.

Investitionen und ein Wandel im Verhalten der Verbraucher sind ebenfalls notwendig. Auch hier ist Singapur führend. Der Stadtstaat ist nicht nur ein großes Forschungszentrum für Wassertechnologie, sondern hat auch mit der Gründung innovativer öffentlicher Einrichtungen wie die Nationale Wasseragentur (PUB) sichergestellt, dass Sicherheit der Wasserversorgung und Schutz der Wasserressourcen ganz oben auf der politischen und regulatorischen Agenda stehen.