PIIGS, Schwellenländer, Industrienationen – was Staatsanleihen bringen

Foto: Getty Images

Foto: Getty Images

// //

Der Zusammenhang: Vertrauen Investoren einem Schuldner besonders, kaufen sie verstärkt seine Anleihen. Man bekommt sie dann nur noch zu einem hohen Preis, was den Gewinn, also die Rendite, drückt. Die Schuldner wiederum können weitere Kredite zu einem niedrigeren Zinssatz aufnehmen, was ihre Kosten drückt.

Umgekehrt verhält es sich, wenn Anleger einem Schuldner nicht vertrauen. Die Kurse für bestehende Anleihen fallen. Für weitere Schulden muss der Schuldner erhöhten Zinsen bieten. Das belastet seine Finanzen zusätzlich und kann im Extremfall wie ein Brandbeschleuniger wirken.

Themen-Special Rentenfonds

1.391 Rentenfonds sind in Deutschland zugelassen. Ihr Volumen liegt bei insgesamt 151,9 Milliarden Euro.

Mit den richtigen Produkten lassen sich nette und nervenschonende Renditen erzielen.

>> zum Themen-Special Rentenfonds

Fehler nicht ausgeschlossen

Allerdings spiegelt die Rendite den tatsächlichen Finanzzustand nicht immer genau wider, denn Investoren machen Fehler. Es lässt sich nur schwer erklären, warum Brasilien zweistellige Sätze zahlen muss, während Spanien unter 3 Prozent wegkommt.

Ein weiterer Einflussfaktor ist die Inflation, die sich auf die Höhe des Leitzins und damit auch auf das Renditeniveau auswirkt.


Die Schuldner und ihre Zinssätze im Überblick

Beginnen wir zunächst mit den klassischen Industrienationen. Hier liegen die Renditen extrem niedrig. Anleihen aus USA und Deutschland gelten Anlegern als sicherer Hafen. In Japan hält die Nachfrage aus dem eigenen Land die Kurse hoch und die Rendite damit niedrig.

Die Renditen der Industrienationen

USA - 1,62 Prozent
Deutschland - 1,66 Prozent
Frankreich - 1,96 Prozent
Großbritannien - 2,07 Prozent
Japan - 0,34 Prozent

(Basis: Fünfjährige Staatsanleihen in Landeswährung; Stand: 30. Juli 2010)

Auf der nächsten Seite folgen die PIIGS.