PKV-Serie: Tarife mit Biss

Foto: Fotolia

Foto: Fotolia

// //

„Der 15er ist nicht zu retten“ – au Backe. Was der Zahnarzt seinem Patienten damit durch die Blume sagt, ist, dass ihm bald eine gesalzene Rechnung ins Haus flattert. Denn um das Loch zu füllen, das demnächst dort klafft, wo jetzt noch der rechte obere Backenzahn ist, muss Zahnersatz her. Und der kann, je nachdem, wie hochwertig die eingesetzten Materialien sind, sehr schnell ziemlich teuer werden. Die Krankenkassen übernehmen von den Zahnersatzkosten nur einen Teil. Wie hoch der ist, orientiert sich am „befundorientierten Festzuschusssystem“, das es seit vier Jahren gibt. Als Regelversorgung ist beim Befund „Zahn 15 fehlt“ eine Brücke von Zahn 14 zum Zahn 16 vorgesehen. Kostenpunkt: rund 700 Euro. Die Hälfte dieser Regelversorgung übernimmt die Kasse, ihr sogenannter Festzuschuss liegt also bei 350 Euro. Der gesetzlich Versicherte muss die restlichen 350 Euro aus eigener Tasche zahlen. Rund 2.000 Euro für ein Implantat
Sein Eigenanteil steigt noch weiter, wenn er Leistungen möchte, die über die Regelversorgung hinausgehen – etwa ein Implantat, um Zahn 15 zu ersetzen. Dann belaufen sich die Kosten schon auf etwa 2.000 Euro, abzüglich Festzuschuss von 350 Euro bleibt der Kassenpatient auf  1.650 Euro Kosten sitzen. Zwar bekommt der gesetzlich Versicherte mehr von seiner Kasse, wenn er ein lückenloses Bonusheft vorweisen kann – der Kassenanteil steigt dann bis auf 65 Prozent –, trotzdem ist der Eigenanteil oft und gerade bei der Sanierung mehrerer Zähne immer noch ansehnlich. Da wundert es nicht, dass sich Zahnzusatzpolicen seit Jahren gut verkaufen. Allerdings ist der Markt derart unübersichtlich, dass Kunden ohne kompetente Beratung nur schwer eine gute Police finden dürften. Tabelle: Die besten Tarife, die auch Zahnbehandlungen abdecken. Die Betonung liegt dabei auf gut, denn eine perfekte Zahnzusatzversicherung, die alle Kosten einer Zahnsanierung komplett übernimmt, gibt es nicht. Und sich nur am Preis zu orientieren zahlt sich hierbei auch nicht aus. „Bei einer solchen Versicherung kommt es immer auf den Leistungsumfang an, der sich stark unterscheiden kann“, betont Guido Heitz, Leiter Produktmanagement bei der OVB Vermögensberatung.