Pleite-Promis: Ich bin ein Star – und ich bin blank

Pleite-Engel: Kate Jackson (Mitte) muss 33 Jahre <br>nach ihrem weltweiten TV-Erfolg (Charlie") um ihre Altersversorgung fürchten." src="http://www.dasinvestment.com/uploads/images/teaser/big/3engelfuercharlie_kate_jackson_getty_top.jpg" />

Pleite-Engel: Kate Jackson (Mitte) muss 33 Jahre
nach ihrem weltweiten TV-Erfolg ("Drei Engel für
Charlie") um ihre Altersversorgung fürchten.

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Und jetzt auch noch pleite. Nach drei Scheidungen, zwei Brustkrebs-Behandlungen und dem Sieg über die Sucht nach Schmerztabletten erleidet „3 Engel für Charlie“-Star Kate Jackson neuerlich Ungemach. Die 62-jährige Aktrice erklärte laut der Gazette „Sunday Express“, sie sei komplett ruiniert. Das Haus am Golden Strip in Santa Monica, Kaufpreis 2.011.000 Dollar, gekauft über „genau die Person, der ich meine Finanzen anvertraut habe“, sei dramatisch überteuert gewesen, heißt es in Gerichtsdokumenten.

Sie habe gewusst, dass sie es sich nicht habe leisten können, aber ihr Berater Richard B. Francis habe kurzerhand die Sparkontengeplündert. Mehr als 3 Millionen Dollar will der Racheengel vor Gericht wieder reinholen. Francis, der Jackson von ihrer verstorbenen Kollegin, Hollywoodikone Farrah Fawcett, empfohlen worden war, bleibt derweil gelassen. „Es wird mit einem Vergleich enden.“ Er sei seit mehr als 50 Jahren im Geschäft und habe einen untadeligen Ruf.
Bildstrecke: Pleite-Promis - Wege aus der Krise
Die US-Schauspielerin reiht sich ein in eine Serie von Fällen, in denen sich Stars von ihren Anlageberatern betrogen fühlen. Oscarpreisträger Nicolas Cage verklagt seinen Finanzberater James Levin auf 20 Millionen Dollar, weil dieser den Mimen zu riskanten Immobiliengeschäften verleitet haben soll, die zu katastrophalen Verlusten geführt hätten. Cage musste unter anderem sein Schloss im bayerischen Neidelstein verkaufen, ohne es jemals selbst bewohnt zu haben. Der beschuldigte Berater wehrt sich. Die Verfahren laufen noch.

Die Regenbogenpresse freut sich Jüngster Fall: Einer der renommiertesten Berater der Schönen und Reichen, Kenneth Starr, wurde wegen Anlagebetrugs verhaftet. Er soll sich auf ältere Persönlichkeiten aus der Filmbranche spezialisiert haben und ihm anvertraute Gelder in riskante Geschäfte oder direkt in seine Taschen gesteckt haben. Schaden: 59 Millionen Dollar. Ein Fest für die Regenbogenpresse, die rätselt, wer betroffen ist. Schließlich gehören auch die Schauspieler Wesley Snipes, Sylvester Stallone, Uma Thurman und Regisseur Martin Scorsese zu Starrs Kunden. >> Bei diesen Promis läuft es besser:
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Derartige Promi-Klumpenrisiken sind in Deutschland selten, aber auch hierzulande gibt es eine ganze Reihe nachhaltig oder vorübergehend ruinierter Prominenter. Meist sind es kreditfinanzierte Immobilienkäufe, mit denen sich die Künstler übernommen haben. In den 90er Jahren stolperten Stars wie Schauspielerin Grit Boettcher, Schlagersänger Gunter Gabriel und Bestseller-Autorin Hera Lind über angebliche Steuersparmodelle. Auch Fußballstars wie Jimmy Hartwig oder Eike Immel ist nach ihrer Profikarriere wenig vom Reichtum geblieben.

Schnelle und hitzköfige Anlage-Entscheidungen
Verprasst haben will aber kaum ein Prominenter sein Vermögen. Was ist es dann? Sind vermögende Prominente, die ihr Geld nicht in der Wirtschaft gemacht haben, etwa leichtgläubiger als andere?