Portfoliostrategien von Standard Life Investments Vielfalt hat oberste Priorität

Millennium-Bridge in London: In der britischen Hauptstadt hat der Vermögensverwalter Standard Life Aberdeen einen seiner 50 weltweiten Standorte | © Standard Life Aberdeen

Millennium-Bridge in London: In der britischen Hauptstadt hat der Vermögensverwalter Standard Life Aberdeen einen seiner 50 weltweiten Standorte Foto: Standard Life Aberdeen

Konsequent starke Renditen und eine stabile Wertentwicklung, unabhängig von den Ereignissen am Markt – nichts anderes haben sich die Fondsmanager Roger Sadewsky, Katy Forbes und Adam Skerry vorgenommen. Das Dreiergespann setzt im Absolute Return Global Bond Strategies auf breit gestreute Investmentstrategien. Diese setzen sich aus konventionellen Anlagen wie Anleihen und liquiden Mitteln zusammen. Hinzu kommen Geldmarktinstrumente, die auf derivaten Techniken basieren. Ihre Benchmark (3-Monats-GBP Libor) wollen die Manager über einen rollierenden 3-Jahres-Zeitraum um 3 Prozent übertreffen und zwar mit einer äußerst niedrigen Volatilität von 2 bis 4 Prozent.

Seit Auflage des Fonds im März 2011 strebt das Management erfolgreich das Ziel konsistenter, risikoarmer Erträge mittels einer umfangreichen Streuung der Positionen an. Um das Renditepotenzial zu maximieren, werden eine Vielzahl von makroökonomischen und taktischen Positionen eingesetzt, deren Strategien sich gegenseitig ergänzen – unabhängig von den Marktentwicklungen. Der diversifizierte Risikoansatz ermöglicht eine stabile Wertentwicklung bei einem mittelfristigen Anlagehorizont von 18 bis 24 Monaten. Seine Portfoliostrategien unterteilt das Fondsmanagement in sieben verschiedene Risikokategorien: Schuldtitel, Devisen, Duration, Marktübergreifend, Inflation, Renditekurve, Volatilität. Dabei wird stets auf tägliche Liquidität geachtet.

Investmentansatz

Die Investmentphilosophie des Absolute Return Global Bond Strategies basiert auf der Überzeugung, dass ein Anleiheportfolio sowohl von diversifizierten Investmentstrategien als auch von unterschiedlichen Zeithorizonten profitiert. So stellt das Fondsmanagement mit Blick auf den Strategietyp und die Laufzeit ein diversifiziertes und stabiles Portfolio zusammen, das einen möglichen Verlust einer Strategie durch die Outperformance einer anderen ausgleicht.

Doch welche Titel kommen ins Portfolio? Das Portfolioteam geht nach dem Top-Down-Prinzip vor und wählt 20 bis 30 Titel eines unbegrenzten Anlageuniversums aus. Sadewsky, Forbes und Skerry erwarten von jeder Strategie auf Sicht von 18 bis 24 Monaten positive Erträge. Das Portfolio wird dynamisch allokiert: Alle Positionen werden kontinuierlich und vorbehaltslos analysiert und falls nötig verändert oder entfernt. So entsteht ein authentisch diversifiziertes Anleiheportfolio, unter Berücksichtigung der fundamentalen Sicht der Fondsmanager.

Ideenfindung

Die Investment-Ideen des Fondsmanagements ergeben sich zum einen aus den makroökonomischen Themen, die das Multi-Asset Investment Team von Standard Life Investments liefert. Zum anderen berücksichtigen die Manager die taktischen Investment-Strategien, die von den Anleihespezialisten an sie herangetragen werden.

Bevor eine Strategie ausgewählt wird, unterläuft sie einen strengen Prozess aus fundamentaler makroökonomischer Analyse, quantitativem Research und der Anlegung eines Bewertungsmodells. Anschließend erfolgt eine Bewertung nach dem zu erwarteten Risiko, dem Ertrag, der Streuungs- sowie der Liquiditätsperspektive.

Titelauswahl und Implementierung

Die interessantesten Strategien werden vom Strategischen Investment-Team untersucht und freigegeben. Dieses Gremium ermöglicht eine fachliche qualitative Bewertung und ergänzt die stringente Analyse des Risiko-Teams. Ob ein Titel ins Portfolio aufgenommen wird, entscheidet sich maßgeblich an drei Kriterien: Überzeugungskraft hinsichtlich des Ertragspotenzials, Effektivität bei der Risikoreduktion sowie Liquidität.

Die im Auswahlprozess als geeignet eingeschätzten Strategien werden über konventionelle Investmentmethoden ins Portfolio aufgenommen, beispielsweise als Direktinvestment oder als Derivat. Die aktive Asset Allokation stellt jederzeit sicher, dass die Risikovorgaben eingehalten werden.

Risikokategorien der Portfoliostrategien

Um solide Ergebnisse zu erreichen, setzen die Fondsmanager eine komplexe Mechanik ein. Sie unterteilen die Portfoliostrategien in sieben verschiedene Risikokategorien:

  • Schuldtitel – Positionen, die ein Engagement in Anleihetitel bieten, die einen Mehrertrag über als risikofrei geltende Staatsanleihen erwirtschaften.
  • Duration – Positionen, die ein direktionales Engagement in Staatsanleihen, Zinsraten oder Derivate ermöglichen.
  • Marktübergreifend – Positionen, die die unterschiedlichen relativen Bewertungen zwischen Durations-äquivalenten Staatsanleihen verschiedener Länder aufgreifen.
  • Renditekurve – Positionen, welche die Renditeunterschiede zwischen Staatsanleihen des gleichen Landes mit unterschiedlichen Laufzeiten ausnutzen.
  • Inflation – Positionen, die vom Wechsel der Inflationserwartungen profitieren, sowohl in einzelnen Ländern als auch relativ zwischen zwei Ländern.
  • Devisen – Positionen, welche sich die Veränderungen des Wechselkurses zwischen den Währungen der Industrienationen und den Schwellenländern zunutze machen.
  • Volatilität – Positionen, die die zu erwartenden Veränderungen der Zinsratenschwankungen durch Optionen auf einen Swap oder ähnliche Instrumente ausnutzen.

Alle Anleihe-Investments müssen tägliche Liquidität bieten. Zudem enthält das Portfolio einen gewissen Anteil an Cash und kurzfristigen Einlagen, um die Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Darüber hinaus legt das Fondsmanagement teilweise auch in konventionelle Derivate an.