Private-Equity-Fonds Von Vorzimmern und Fondsmanagern

Erste Hürde Vorzimmer: Ab 200 Millionen wird zum Fondsmanager durchgestellt | © Getty Images

Erste Hürde Vorzimmer: Ab 200 Millionen wird zum Fondsmanager durchgestellt Foto: Getty Images

Sich direkt am Erfolg von Unternehmen beteiligen – die meisten Anleger kennen dies nur von Investitionen am Aktienmarkt. Doch viel spannender ist oftmals eine Partizipation an den Erfolgen von Firmen, die nicht an einer Börse gelistet sind.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit „Private Equity“ lässt sich oftmals ein ungleich höherer Einfluss auf die künftige Unternehmenspolitik erzielen. Nicht selten ist die Optimierung eines Unternehmens mit frischem Geld und neuen Ideen von Erfolg gekrönt: Der Gang an die Börse ist dann der krönende Abschluss. Oder um es anders zu formulieren: Wenn der breite Markt auf eine Firma aufmerksam wird, haben Private Equity-Investoren oftmals ihren Schnitt schon gemacht.

Die Zahlen und Performancehistorie dieses Segments sind beeindruckend. Das Problem für den Privatanleger: Wenn die Apollos, Bains und Blackrocks dieser Welt einen neuen Fonds eröffnen, würde bei einer Investitionssumme von 100.000 Euro das Vorzimmer das Telefon gleich wieder auflegen – die Beteiligungssumme ist einfach zu klein.

Diese Problematik machen sich Emissionshäuer zugute, indem sie „Feeder-Fonds“ auflegen, in denen Kapital von Privatanlegern gesammelt wird. Nach dem Motto: Wenn man 10.000 Anleger à 20.000 Euro in einem Investmentvehikel zu 200 Millionen Euro bündelt, stellt das Vorzimmer gleich zum Fondsmanager durch.

Was hier salopp formuliert ist, macht in der Praxis für Investoren durchaus Sinn. Ein professionelles Management der Zielfonds sorgt sich um die Auswahl und das Management der Unternehmen. Wenn genügend Geld auf „Feeder“-Ebene eingesammelt wird, kann das Kapital auch auf unterschiedliche Zielfonds verteilt werden.