Pro & Contra Gegensätzliche Ansichten zu Discountzertifikaten

Michael Thaler, Prokurist der Top Vermögen, Wolfgang Juds, Geschäftsführer von Credo Vermögensmanagement

Michael Thaler, Prokurist der Top Vermögen, Wolfgang Juds, Geschäftsführer von Credo Vermögensmanagement

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Michael Thaler, Prokurist der Top Vermögen
Discountzertifikate schlagen Aktien


Majestix ist der Häuptling der Gallier. Von seinen Leuten respektiert, von den Feinden gefürchtet, hat der argwöhnische alte Krieger nur vor einer Sache Angst: dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Doch in keiner Episode von Asterix und Obelix ist der Himmel über Majestix je zusammengebrochen.

Legt man diesen Fall auf die Welt der Zertifikate um: Es gibt ein latentes Ausfallrisiko. Das reduzieren Anleger aber, wenn sie bei der Wahl des Zertifikates auf eine einwandfreie Kreditwürdigkeit des Emittenten achten.

Für unabhängige Vermögensverwalter schließen Zertifikate eine wichtige Lücke, zwischen Aktien und Anleihen. Speziell Discountzertifikate eignen sich für den sicherheitsorientierten Einstieg in den Aktienmarkt. Ein Beispiel: Die Allianz und BMW Aktien sind davon gelaufen und zu den jetzigen Kursen wollen Sie nicht mehr einsteigen?

Dann haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie üben sich in Geduld und setzen ein Kauflimit, während die Liquidität fast unverzinst auf dem Konto verbleibt,  oder Sie kaufen ein Discountzertifikat mit einem Rabatt, der Ihrem Kaufkurs entspricht, und können bei schwankungsreichen Wertpapieren zwischen 5 und 9 Prozent Rendite erzielen.

Eine Studie der Deutschen Bank zeigt die Vorteile, auch in Zeiten hoher Volatilität, wie Sie in der vergangenen Dekade üblich war. Über 68 Prozent der Discounter haben sich in ihrer Laufzeit besser entwickelt als der zugrunde liegende Basiswert. Von November 1999 bis 2013, trotz Absturz des Neuen Marktes und Bilanzskandalen, trotz Lehman-Pleite und Finanzkrise, trotz Eurokrise und Fukushima, konnten über 70 Prozent der Discounter eine positive Wertentwicklung vorweisen, bei Basiswerten gelang dies gerade einmal rund 49 Prozent.

Gerade in Zeiten hoher Volatilität oder in seitwärts laufenden Märkten sollten Discounter für geschickte Anleger zu den Mitteln der Wahl gehören. Übrigens: wem die Auswahl zu aufwendig ist, es gibt auch Discounter-Fonds!

Lesen Sie auf der nachfolgenden Seite die Gegenposition von Wolfgang Juds