Problemzonen bei Anleihen bieten Kaufgelegenheiten

Jeremy Cunningham

Jeremy Cunningham

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Wir prognostizieren für 2014 ein globales Wachstum von 3,2 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung um 0,8 Prozent. Auch den Vereinigten Staaten, Asien (exklusive Japan) und dem Euroraum wird es nach ihren aktuellen Prognosen im Vergleich zum Vorjahr besser gehen. Dies zeigt ebenfalls die Abbildung 1 mit den Prognosen über das jährliche internationale Wirtschaftswachstum:

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Weltweit

Der globale Wachstumsimpuls ruht vor allem auf den Schultern der Industrienationen wie den Vereinigten Staaten und Europa. Das Wirtschaftswachstum in den USA betrug im vierten Quartal 2013 den aktuellen Prognosen nach beachtliche 3-3,5 Prozent und ist vor allem auf die steigenden Assetpreise, eine lockere Geldpolitik der Notenbank und die verringerte Sorge um die Steuerpolitik zurückzuführen.

Der Markt hat ein weiteres Zurückfahren der Anleiheaufkäufe durch die US-Notenbank (Fed), das Tapering, schon eingepreist. Bis zum Jahresende wird das Programm aller Voraussicht nach abgeschlossen sein.

Europa

Für Europa erwarten wir 2014 weitere monetäre Lockerungsmaßnahmen, so könnte die Europäische Zentralbank (EZB) aufgrund der niedrigen Inflation und dem ungleichmäßigen Wachstum den Leitzins weiter senken.

Für die Inflationsrate in der Euro-Zone und auch das Wachstum gehen wir für 2014 von jeweils einem Prozent aus. Auf Länderebene prognostizieren wir für Deutschland weiterhin ein stärkeres Wachstum, Spanien profitiert von den durchgeführten Reformen unter Ministerpräsident Mariano Rajoy. Die Wirtschaften in Frankreich und Italien werden wohl weiterhin vom Mangel an Reformen behindert werden.

Schwellenländer

In den Emerging Markets wird China weiter ein Wachstumsmotor bleiben. Auch wenn sich das Tempo von Chinas Wirtschaft leicht verlangsamt, wird das Land immer noch seine starke Expansion fortsetzen.

Wir sehen kein gestiegenes Risiko für einen Einbruch der Wirtschaft, eine sogenannte „Harte Landung“. Vielmehr wird das Wachstum etwas nachgeben, wenn in den kommenden Quartalen die Maßnahmen zum Rebalancing gestartet werden. Wir gehen von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in 2014 von 7,4 Prozent aus.

Auch die konstante Währungsaufwertung ist ein deutliches Signal. So wird die Währung gegenüber dem US-Dollar im Durchschnitt wohl 2 Prozent pro Jahr zulegen, gegenüber dem Euro werden es noch mehr sein.