Prognose für das 2. Quartal Sal.-Oppenheim-Manager: Der Ölpreis wird steigen

Alwin Schenk, Portfoliomanager bei Sal. Oppenheim; eine Ölförderanlage | © Getty Images

Alwin Schenk, Portfoliomanager bei Sal. Oppenheim; eine Ölförderanlage Foto: Getty Images

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Auch nach dem schwachen ersten Quartal sehen wir gute Gründe für wieder steigende Rohstoffpreise. Schwindelerregend war die monatliche Sektorrotation mit großen Performanceunterschieden zwischen Metallen und Energierohstoffen. Während zum Beispiel der Silberpreis um 10 Prozent gestiegen ist, sind die Rohölnotierungen um mehr als 10 Prozent gefallen."

Die Rohöl- und Kupferpreise dürften steigen

Die Rohölpreise dürften steigen. Die preistreibenden Effekte der Förderkürzungen vieler Ölproduzenten wurden im bisherigen Jahresverlauf durch Produktionssteigerungen in den USA, hohe Lagerbestände, zu milde Temperaturen und eine etwas schwächere Nachfrage kompensiert. Die Internationale Energieagentur warnt sogar vor einem Engpass, wenn die Investitionen in die Ölproduktion nicht drastisch steigen.

Die Kupferpreise dürften ebenfalls steigen. Treibende Kraft des Preisanstiegs waren zuletzt Produktionsausfälle in mehreren Minen, die beinahe 12 Prozent der globalen Förderleistung betrafen. Mittelfristig dürften steigende Infrastrukturausgaben die Nachfrage nach Kupfer beleben, wobei alleine China für 50 Prozent der globalen Kupfernachfrage verantwortlich ist. Der wachsende Marktanteil von Elektroautos (mit ihrem gesteigerten Kupferbedarf) wird die Nachfragen ebenfalls beschleunigen.

Das stärkste Argument für Edelmetallanlagen bleibt ihre Funktion als „sicherer Hafen“ inmitten immens gestiegener politischer Risiken in Europa und den USA. Zudem erscheinen Edelmetalle im Vergleich zu den Aktienmärkten noch relativ günstig.