Qualität im Klein-Klein Der Nebenwertefonds mit dem lukrativen Vierklang

Elizabeth Soon managt den Pinebridge Asia ex Japan Small Cap Equity

Elizabeth Soon managt den Pinebridge Asia ex Japan Small Cap Equity

Es zeigt sich immer wieder, dass man mit einem soliden Vierklang die Märkte überlisten kann: ruhige Hand, gutes Auge für Unternehmen, Zeit für Kleingedrucktes und Mut zur eigenen Meinung. Und diesen Vierklang liefert die New Yorker Investmentgesellschaft Pinebridge ab. Ihr Aktienfonds für asiatische Nebenwerte, der Pinebridge Asia ex Japan Small Cap Equity, glänzt mit hervorragender Wertentwicklung bei leicht unterdurchschnittlich schwankenden Kursen. Ein handwerklich sauber gemachter Aktienfonds, der die kleineren Unternehmen des aufstrebenden Asiens abdeckt.

Das kommt nicht von ungefähr: Aktuell stecken 57 Prozent der von Pinebridge insgesamt für Kunden verwalteten 85 Milliarden US-Dollar in asiatischen Märkten. Wobei man dazu sagen muss, dass sich das Haus hauptsächlich mit Anleihen beschäftigt. Aktien machen nur ein Viertel der Kundengelder aus. Aber das ist eben ein feines Viertel.

Die Managerin des Asienfonds, Elizabeth Soon, wuchert vor allem mit einem ganz bestimmten Pfund: der Geduld. „Anstatt auf Nachrichten zu hören, ist unsere erste Maßnahme bei einem neu gelisteten Wertpapier, dass wir den Prospekt lesen und analysieren. Das wird heutzutage nicht mehr oft gemacht“, meint Soon. Sie schaue sich gern die Vergangenheit, die Branche und das Konkurrenzumfeld von Unternehmen an, um dann einschätzen zu können, ob sie auch in Zukunft Erfolge liefern können. „Indem wir das tun, bekommen wir ein realeres Bild davon, was die Unternehmen in Wirklichkeit wert sind“, so die Managerin.

Allerdings weist sie darauf hin, dass ihr Ansatz nichts für Heißsporne ist. „Wir glauben nicht an Portfolio-Rotation. Unsere Strategie ist für jene geeignet, die einen langfristigen Anlagehorizont haben und bei kurzfristigen Turbulenzen an Qualitätsaktien festhalten“, sagt Soon.

Wobei sich nun die Frage stellt, wie sie den Begriff Qualität definiert. In diesem Fall lautet die Antwort: Großartiges Geschäft, also starke Marken, dominanter Marktanteil, niedrige Produktionskosten, technische Vorteile. Die Manager müssen gut sein, die Schuldenquote niedrig oder gar bei null liegen, Cash muss solide und regelmäßig fließen.

Nur kann man bekannterweise nicht immer nur kaufen, sondern muss auch mal eine Aktie aus dem Portfolio herauswerfen. Das passiert regelmäßig dann, wenn der Aktien-Zielkurs erreicht ist oder sich an einer anderen Stelle eine bessere Gelegenheit auftut. Allerdings kommen Positionen auch auf den Prüfstand, wenn Firmenmanager die Strategie ändern, zu viel versprechen oder zu wenig liefern.

Aus einem Universum von mehr als 2.000 Unternehmen fischt Soon regelmäßig 40 bis 70 Portfoliomitglieder heraus. Der Active Share – die Menge, die nicht im Vergleichsindex enthalten ist – soll immer mehr als 90 Prozent betragen. Es ist generell ein gutes Zeichen, wenn Fondsmanager den Active Share von sich aus angeben. So auch hier.