Quantitative Strategien Nach diesem Algorithmus legt der Echiquier QME an

Violine spielender Roboter auf einer Ausstellung in Japan. Bei der Geldanlage kommt statt menschlicher Expertise immer häufiger ein Algorithmus zum Einsatz | © Getty Images

Violine spielender Roboter auf einer Ausstellung in Japan. Bei der Geldanlage kommt statt menschlicher Expertise immer häufiger ein Algorithmus zum Einsatz Foto: Getty Images

Computer und Roboter setzen ihren Aufstieg unaufhaltsam fort. Ohne dramatische ökonomische Folgen wären sie schon längst nicht mehr aus Gesellschaft und Arbeitswelt zu entfernen. Und sie können peu à peu mehr Aufgaben lösen. Jüngstes Beispiel ist das Kartenspiel Poker. Lange Zeit waren die Triumphe dort menschlichen Spielern vorbehalten, weil das hohe Maß an Unsicherheit einen immensen Rechenaufwand erfordert. Nun haben selbst Profi-Zocker keine Chance mehr, vorausgesetzt, der Computer darf im 1:1-Duell gegen sie ran.

Noch einfacher fällt es Prozessoren bereits, Anlagestrategien umzusetzen. Die dazugehörigen Regeln lassen sich programmieren, das Erheben der Daten und as Durchrechnen der unterschiedlichen Szenarien bringt moderne IT nicht ins Schwitzen. Das ist keine Neuheit, angesichts der kräftigen Ausschläge auf den Kapitalmärkten aber wieder hochaktuell. Denn gerade alternative Investments, die unabhängig vom Verlauf der Anlageklassen Aktien und Renten alljährlich Mehrwert abliefern sollen, fußen oftmals auf systematischen Strategien.

Quelle: Bloomberg

Der Echiquier QME nutzt 4 Anlageklassen

Insgesamt managen Fondsanbieter in dieser Kategorie ein Volumen von rund 3.000 Milliarden Euro. Rund 101 Millionen Euro davon haben Anleger in den Echiquier QME investiert, den einzigen quantitativen Fonds der französischen La Financière de l‘Echiquier. Seit dessen Auflegung im November 2015 haben die Fondsmanager Ludovic Berthe und Alexis Grutter den Wert um 4,3 Prozent gesteigert. Damit liegt der Fonds vor dem Aktienindex Euro Stoxx 50, der im selben Zeitraum 1,0 Prozent verloren hat, und dem Staatsanleihenindex Rex-P, der auf ein Plus von 2,0 Prozent kommt.

„Wir legen auf Grundlage quantitativer Modelle systematisch in Terminkontrakten an, um an mittel- bis langfristigen Trends teilzuhaben“, sagt Grutter. Dass die Politik die Kapitalmärkte zurzeit besonders stark prägt, spreche für die Vorgehensweise: „Sie ist eine der wenigen Strategien, mit denen Investoren auch in einem turbulenten Umfeld wie aktuell performen können.“ Deswegen wachse die Begeisterung der Anleger für strikt regelbasierte Strategien.

Die des Echiquier QME berücksichtigt die vier Anlageklassen Währungen, Aktien, Staatsanleihen und Zinsen. In das Portfolio kommen börsennotierte Termingeschäfte. Das Gros entfällt mit 70 Prozent auf eine Momentum-Strategie, die sowohl von Markttrends nach oben wie auch nach unten profitieren soll. Die übrigen 30 Prozent des verwalteten Vermögens wollen die Fondsmanager so investieren, dass sie die Performance des Fonds bei Trendwenden oder fehlenden Trends glätten können. Die damit einhergehende Flexibilität sei ein echter Pluspunkt, meint Grutter: „Wir perfektionieren den Algorithmus der QME-Strategie seit mehr als zehn Jahren und steuern die Strategie als Fondsmanager bereits seit gut drei Jahren.“ Zunächst in Form eines Portfolios, das ausschließlich für professionelle Anleger bestimmt war.