Quartalskommentar Nach dem Brexit-Votum dürfte die Unsicherheit an den Märkten hoch bleiben

Matthias Hoppe, Fondsmanager des Franklin Diversified Conservative Fund

Matthias Hoppe, Fondsmanager des Franklin Diversified Conservative Fund

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Das Wirtschaftswachstum in den USA stellte sich im letzten Quartal als schleppend heraus – trotz eines relativ starken Arbeitsmarktes. Die Brexit-Abstimmung in Großbritannien hat die Unsicherheiten auf den Finanzmärkten insgesamt erhöht.

Die Renditen für zehnjährige US-Schatzanleihen schlossen per Ende Juni um 30 Basispunkte niedriger als im ersten Quartal ab, nämlich bei 1,47 Prozent. Anleihen in US-Dollar entwickelten sich dagegen gut: Im Gegensatz zu Europa blieben US-Schatzanleihen hinter den Unternehmensanleihen zurück. Hochzinsanleihen aus den USA lagen an der Spitze, da sich steigende Ölpreise auf das Vermögen vieler Energieunternehmen positiv ausgewirkt hat.

An den Schwellenmärkten hatten die Ereignisse in Europa nur geringe Auswirkungen. Osteuropäische Aktien verzeichneten Einbußen, doch asiatische Emerging Markets-Aktien erzielten einen Zuwachs von 3 Prozent. Lateinamerikanische Aktien verbuchten sogar einen Anstieg von 8 Prozent. Anleihen aus den Schwellenmärkten konnten ebenfalls mit einer positive Rendite aufwarten.

Die Ölpreise sind zum ersten Mal seit November 2015 über die 50 US-Dollar-Marke gestiegen und lagen Ende Juni bei 50,4 US-Dollar pro Barrel Brent. Der Goldpreis, der für viele Anleger als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten gilt, stieg auf 1,321 US-Dollar pro Unze.

Positionen außerhalb Europas leisteten Hauptbeitrag zur Performance

Der Franklin Diversified Conservative Fund erzielte im zweiten Quartal 2016 eine positive absolute Rendite. Positionen außerhalb Europas leisteten den Hauptbeitrag zur Wertentwicklung, angeführt vom Engagement des Fonds im Markt für US-Schatzanleihen und Positionen in Staatsanleihen aus Neuseeland, Australien und Mexiko. Unsere Positionen in Gold haben ebenfalls positiv zur Wertentwicklung beigetragen.

Globale Aktien erscheinen teuer bewertet

Wir schätzen globale Aktien und zum Teil auch Unternehmensanleihen vorsichtig ein. Wir haben Aktien aus der Euozone bislang als günstig betrachtet, doch das Ergebnis des britischen Referendums hat dazu geführt, dass wir die Region nun als neutral betrachten. Wirtschaftsindikatoren weisen unserer Meinung nach auf schwaches Wachstum hin. Unserer Ansicht nach implizieren die globalen Frühindikatoren ein geringes aber positives Wachstum.

Die Gewinnmargen der globalen Unternehmen sind im letzten Jahr gesunken. Die niedrige Produktivität in den Industrieländern und in China deutet aufgrund der niedrigen weltweiten Wachstumsraten darauf hin, dass die Gewinnmargen weiter sinken könnten, was globale Aktien unter Druck setzten sollte. Betrachtet man die Kurs-Gewinn-Verhältnisse, erscheinen uns globale Aktien als relativ teuer bewertet.

Staatsanleihen aus Eurozone stark überbewertet

Das globale Kreditwachstum liegt unter dem Jahresdurchschnitt, was in der Vergangenheit für die Aktienperformance ein negatives Signal war. Eine Straffung der Finanzbedingungen in den letzten Monaten deutet unserer Meinung nach darauf hin, dass die Verfügbarkeit von Krediten sinkt.

Die expansive Geldpolitik könnte im Laufe der Zeit ihre Wirkung verlieren, was eine weitere Herausforderung für das Wachstum darstellt. So erscheinen uns beispielsweise die Bemühungen der chinesischen Notenbank zur Ankurbelung des kurzfristigen Wachstums durch heimische Kreditzunahmen nicht nachhaltig.

Darüber hinaus glauben wir, dass Unsicherheiten - das Votum Großbritanniens, die EU zu verlassen, die US-Präsidentschaftswahlen, ein Referundum zur Parlamentsreform in Italien, eine mögliche Zinsentscheidung in den USA - zu weiterer Volatilität beitragen dürften. Aus diesem Grunde bevorzugen wir Anlagen mit attraktiveren relativen Bewertungen wie beispielsweise Aktien in Schwellenmärkten. Wir bleiben pessimistisch bezüglich Anlagen, die unserer Ansicht nach besonders stark überbewertet sind, darunter Staatsanleihen aus Industrieländern, insbesondere aus der Eurozone.

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