Versicherungen-Rankings Die besten Berufsunfähigkeits-Policen für 5 Job-Gruppen

Ein Dachdecker bei der Arbeit: Beschäftigte in Risikoberufen finden oft keine bezahlbare BU-Versicherung. | © Getty Images

Ein Dachdecker bei der Arbeit: Beschäftigte in Risikoberufen finden oft keine bezahlbare BU-Versicherung. Foto: Getty Images

Etwa jeder vierte Beschäftigte wird im Laufe seines Arbeitslebens berufsunfähig, kann also seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben. Und berufsunfähig werden nicht nur Personen, die körperlich tätig sind. So ist beispielsweise In rund 30 Prozent der Fälle eine psychische Erkrankung oder Nervenleiden die Ursache der Berufsunfähigkeit (BU).

Doch private Vorsorge gegen die finanziellen Auswirkungen des Verlusts der eigenen Arbeitskraft betreiben die wenigsten. Nur etwa in jedem vierten Haushalt gibt es BU-Policen. „Viele glauben, im Fall der Berufsunfähigkeit gebe es Geld von der gesetzlichen Rentenversicherung“, weiß Thomas Lemke, Geschäftsführer bei Deutsches Finanz-Service Institut (DFSI).

„Doch weit gefehlt, bereits seit 15 Jahren zahlt der Staat allen ab 1961 Geborenen nur noch dann eine kleine Rente, wenn sie überhaupt nicht mehr arbeiten können“, führt Lemke weiter aus. „Wenn aber beispielsweise ein Chefarzt noch als Nachtportier arbeiten könnte, gibt es vom Staat überhaupt keine Rente.“

Private Absicherung notwendig

Für den Experten ist daher völlig klar: „Jeder, der seinen Lebensunterhalt durch die eigene Arbeitskraft erwirtschaftet, benötigt unbedingt eine private Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, will er den bereits erreichten Lebensstandard auch im Fall des Falles halten.“

Doch welche Berufsunfähigkeitsversicherung ist die beste? Um diese Frage zu beantworten, stellte das DFSI die BU-Angebote von Service- und von Online-Versicherern jetzt wieder sowohl hinsichtlich ihrer Versicherungsbedingungen als auch in Bezug auf ihre Beitragshöhe und die Finanzstärke der Anbieter auf den Prüfstand.

Tarife für zehn Berufe untersucht

Dabei wurde jeder Tarif für zehn Berufe - gebündelt in den fünf Gruppen Angestellte, Beamte, Selbständige, Heilberufe und Berufsanfänger - separat bewertet. In die Bewertung flossen die Versicherungsbedingungen zu 40 Prozent ein.

Berücksichtigt wurden nicht nur allgemein gültige Bestimmungen, sondern auch solche, die lediglich für einzelne Berufsgruppen wichtig sind: etwa eine Infektionsklausel für Heilberufe. Je wichtiger die Klauseln, desto mehr Punkte waren zu erzielen. Insgesamt wurden 32 einzelne Bedingungsbereiche detailliert bewertet.

Beitrag mit 35 Prozent gewichtet

Die Beitragsgestaltung wurde insgesamt mit 35 Prozent gewichtet. Dabei war der aktuell zu zahlende Beitrag (Nettobeitrag) für 60 Prozent der hier erzielbaren Punkte verantwortlich und der maximal zu zahlende Beitrag (Bruttobeitrag) maximal für vierzig Prozent der in diesem Bereich erzielbaren Punkte.

Schlussendlich floss die Finanzstärke der Unternehmen mit 25 Prozent in die Ergebnisse ein. Denn BU-Policen haben oft Laufzeiten von 20 Jahren und mehr; da sollte der Versicherer die vereinbarten Zahlungen auch noch nach Jahrzehnten leisten können. Die in jedem Teilbereich erzielten Punkte wurden dann in sechs verschiedene Notenstufen von „Hervorragend“ bis „Mangelhaft“ umgerechnet, aus den Teilnoten wurde in einem letzten Schritt eine Gesamtnote gebildet.