Rekordabflüsse von 286 Milliarden Dollar 2016 ist das schlechteste Jahr aller Zeiten für Aktienfondsmanager

Fondsmanager, die aktiv Aktien auswählen, haben 286 Milliarden Gründe, um mit Blick auf das zu Ende gehende Jahr deprimiert zu sein. So viel Geld nämlich - 286 Milliarden Dollar - wurde bis November aus aktiv investierten US-Investmentfonds abgezogen. Damit liegt 2016 auf Kurs, das schlechteste Jahr aller Zeiten für diese Fondsmanager zu werden.

Bei 30 der 50 größten Investmentfondsgesellschaften zogen Investoren in den ersten elf Monaten des Jahres netto Anlagegelder ab, wie aus Daten des Fondsbeobachters Morningstar hervorgeht.

Gleichzeitig sorgten Investoren für einen anderen Rekord, indem sie 428,6 Milliarden Dollar in passiv investierte oder börsengehandelte Fonds (ETFs) pumpten. Das macht ihren Unmut über hohe Gebühren bei einer mittelmäßigen Entwicklung deutlich.

Der Ausblick für Investments ist herausfordernd - angesichts der neuen Trump-Regierung scheint vieles möglich. Hier sind einige Themen, die das neue Jahr mit sich bringen könnte:

  1. Mehr Konsolidierung

Im Oktober gab Janus Capital Group den geplanten Zusammenschluss mit Henderson Group zu einer Fondsgesellschaft mit einem Anlagevolumen von 322 Milliarden Dollar bekannt.

Thomas Faust, Vorstandschef von Eaton Vance Corp., rechnet mit weiteren Zusammenschlüssen: "Es gibt mehr Vermögensverwalter, als die Welt braucht", sagte er in einem Interview in diesem Monat.

Auf die Frage nach möglichen Übernahmekandidaten nennt Analyst Macrae Sykes von Gabelli & Co. zwei: Cohen & Steers Inc., ein auf Immobilien spezialisierter Asset-Manager, und Waddell & Reed Financial Inc., Anbieter von aktiv investierten Aktien- und Anleihefonds, der mit Abflüssen zu kämpfen hat.