Rekordhalter ETFs laufen und laufen und laufen

Deutschland-Zentrale von UBS in Frankfurt am Main | © UBS

Deutschland-Zentrale von UBS in Frankfurt am Main Foto: UBS

Er wächst und wächst und wächst. Gemeint ist der europäische ETF-Markt, der mittlerweile ein Volumen von 751 Milliarden US-Dollar erreicht hat – ein neues Rekordhoch (Stand: September 2017). Damit ist in Europa der Anteil der passiven Investments von rund 10 Prozent im Jahr 2007 auf mittlerweile über 25 Prozent angestiegen.

Dabei hat der ETF-Markt so einige Erfolgsstorys hervorgebracht. So zum Beispiel die Zürcher Kantonalbank, die sicherlich kein Schwergewicht im Markt ist, aber in der Vergangenheit mit lediglich vier ETF-Produkten 6,6 Milliarden Euro einsammeln konnte. Der Fokus auf die Nische der Edelmetall-ETFs macht es möglich.

Seit Jahresbeginn 2017 ist nach dem Platzhirsch iShares auch die UBS ETF beim Einsammeln von Investorengeldern in Fahrt gekommen. 5,6 Milliarden Euro Neugelder flossen den Schweizern netto zu.

Produktentwicklung nimmt Fahrt auf

Insbesondere währungsgesicherte Produkte zählten bis dato zu den Verkaufsschlagern. Die UBS ist mit entsprechenden Produkten 2013 als Erste in den Markt gestartet, damals auf Anfrage einzelner Pensionskassen, die Währungsrisiken bei Aktien-ETFs nicht tragen wollten. Das dürfte heute im internationalen Währungs-Tohuwabohu von Dollar-Schwäche und Euro-Stärke gefragter denn je sein.

Die Schweizer haben ähnlich wie die anderen Anbieter die Produktpalette mittlerweile auf Anleihen-, Rohstoff- und Hedgefonds-ETFs ausgeweitet. Und die Produktentwicklung der Branche geht weiter: Mittlerweile sichert man nicht nur einzelne Währungsrisiken ab, sondern ganze Währungskörbe.

Weitere Innovationen finden nach wie vor statt, beispielsweise bei Faktorprämien oder ESG-Kriterien. Ein Ende der Fahnenstange ist also nicht in Sicht – weder bei Produktneuheiten noch bei den anvertrauten Vermögen.