Rendite nachhaltiger Investitionen Längst im grünen Bereich

Windräder auf Sardinien: Stiftungen und Family Offices sind Pioniere bei nachhaltigen Investitionen. Aber auch bei Privatanlegern wächst die Nachfrage. | © Getty Images

Windräder auf Sardinien: Stiftungen und Family Offices sind Pioniere bei nachhaltigen Investitionen. Aber auch bei Privatanlegern wächst die Nachfrage. Foto: Getty Images

Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Finanzbranche inzwischen mehr als ein Schlagwort. Wir stehen vor großen globalen Herausforderungen – diese Erkenntnis setzt sich in immer breiteren Kreisen durch. Das beflügelt auch den Wunsch nach nachhaltigem ESG-Investieren. „ESG“ steht dabei für Environment, Social, Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung, die drei Kernbereiche für langfristiges und nachhaltiges Wirtschaften.

Stiftungen und Family Offices sind Pioniere bei nachhaltigen Investitionen. Aber auch bei Privatanlegern wächst die Nachfrage. Die Gruppe der „Millenials“ wird in den nächsten 30 Jahren weltweit geschätzte 30 Billionen US-Dollar erben und diese mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit wie die Elterngeneration in nachhaltige Strategien investieren.

Außerdem werden wir immer mehr weibliche Investoren sehen, von denen wir wissen, dass Nachhaltigkeit für sie ein wichtiges Thema ist – zu mehr als 75 Prozent. Nachhaltigkeit ist folglich ein stabiler Trend.

Präzise Titelauswahl

Doch was ist mit der Performance? Viele Investoren haben Zweifel, ob bei nachhaltigen Investitionen nicht die die Rendite leidet. Doch diese Zweifel sind inzwischen unbegründet, denn die Umsetzung von ESG-orientiertem Investieren hat sich deutlich verfeinert. Traditionell wurden Titel per Ausschlusskriterien aussortiert, und die Einengung des Investment-Universums konnte tatsächlich zu Abstrichen in der Rendite führen.
Inzwischen werden Titel aber weitaus präziser nach spezifischen Kriterien ausgewählt, die ein Ausdruck der nachhaltigen Wertschöpfung sind („ESG Investing“) oder nach ihren wirkungsbezogenen Investitionen („Impact Investing“).

In Bezug auf die Rendite belegen die Daten aus folgender Tabelle, dass man bei ESG-orientiertem Investitionen keine Abstriche mehr machen muss.

Die Zahlen zeigen, dass, wenn man „normale“ Portfolio-Bausteine mit ESG-konformen Bausteinen ersetzt, das Risiko-Rendite-Profil nicht leidet, aber die Nachhaltigkeit signifikant verbessert wird. Das geht inzwischen auch mit ETFs –und zwar regelbasiert und kostengünstig.

ETFs bieten Anleger zudem Vorteile, da die Kriterien für die Auswahl nachhaltiger Investments klar sind. Da generell noch immer um einheitliche Standards für das ESG-Investieren gerungen wird, begrüßen viele Anleger gerade in dieser Hinsicht die Transparenz, die ETFs mitbringen.