Rentenvorsorge mit ETFs Wenn die Älteren alt aussehen

Rentner beim Eis essen: Für die Altersvorsorge gilt es, einen Pfad zwischen Risiko und Rendite zu finden.

Rentner beim Eis essen: Für die Altersvorsorge gilt es, einen Pfad zwischen Risiko und Rendite zu finden.

Auf der iShares Investment Konferenz 2017 vor ein paar Wochen in Frankfurt berichteten Vertriebspartner von ihren Ansichten und insbesondere ihren praktischen Erfahrungen im Einsatz von ETFs für die private Altersvorsorge. Mein Eindruck: Die Erfahrungen klangen überall recht ähnlich. Gerade bei jüngeren Kunden in der Altersspanne bis 40 werden ETF-Sparpläne und ETF innerhalb Versicherungspolicen demnach als einfache, flexible und kostengünstige Vorsorgelösung stark nachgefragt.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand und wurden auch von den Diskutierenden auf dem Podium geteilt: Die Menschen in Deutschland durchlaufen einen Paradigmenwechsel. Das müssen sie auch. Junge Menschen gehen dabei voran. Investieren nach dem Motto „erst auf eine Kapitalgarantie schauen und dann weiter überlegen“ ist heute angesichts der verschwindend geringen Verzinsung garantierter Produkte keine Option mehr, mit der sich die eigenen finanziellen Vorsorgeziele erreichen lassen.

Aktien gehören ins Portfolio

Alternativen müssen her. Und die setzen am besten da an, wo alle Rendite ursprünglich erwirtschaftet wird: in der Privatwirtschaft. Ohne die Sachwertinvestition in die Aktie, da herrschte Einigkeit, kommt nicht genügend Rendite ins Portfolio. Und ETFs bieten eine einfache Zugangsform – ob über eine fondsgebundene Versicherung oder quasi pur als ETF-Sparplan.

Diese Sparpläne haben übrigens Potenzial. Auch das zeigte sich in der Diskussion. So liegen die Sparraten von Kunden, die persönlich beraten werden, bis zu 100 Prozent höher als bei „unberatenen“ Direktbankkunden. Das jedenfalls war die „Spontanstatistik“ auf der Bühne der iShares Investment Konferenz 2017.