Risiken für Privatanleger Hedge-Fonds nachbildende ETF bergen Gefahren

„Die gefährlichste Situation entsteht, wenn die Tür zum Ausstieg eng ist und viel Geld in der Aktie steckt.

„Die gefährlichste Situation entsteht, wenn die Tür zum Ausstieg eng ist und viel Geld in der Aktie steckt." Foto: Getty Images

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Börsennotierte Fonds, die nach dem Vorbild von Hedgefonds-Strategien gebaut sind, haben zuletzt auch einige der massiven Verluste ihrer Vorbilder nachgeahmt.

Seit Anfang August hat etwa der Global X Guru Index ETF 9,7 Prozent verloren. Der ETF basiert auf den größte Positionen von Hedgefonds, die aus den sogenannten 13F-Pflichtmitteilungen ersehen werden können. Der ETF ist damit ein Opfer des Ausverkaufs an den Börsen im Sommer geworden und hat sich bislang nicht davon erholt. Dagegen hat das Börsenbarometer Standard & Poor’s 500 Index in dem Zeitraum nur 0,8 Prozent verloren und die Korrektur von elf Prozent im August wieder vollständig wettgemacht.



„Wenn so etwas für Kleinanleger geöffnet wird, dann sind sie dabei in der Regel die Leidtragenden", sagt Bill Schultz, als Chief Investment Officer für die Kapitalanlagen bei McQueen, Ball & Associates in Bethlehem, Pennsylvania, verantwortlich. „Das ist nichts, was wir für besonders interessant für unsere Kunden halten."

Der AlphaClone Alternative Alpha ETF, der die Entwicklung von US-Aktien nachbildet, bei denen Hedgefonds und institutionelle Investoren ein „signifikantes" Engagement offengelegt haben, verlor seit Anfang August satte 18 Prozent.

Zwar kann es sinnvoll sein, es den größten Spekulanten nachzumachen, wenn die Märkte steigen. Doch es birgt auch die Gefahr, die Pein zu verschlimmern, wenn es abwärts geht, weil dann alle gleichzeitig versuchen, verlustbringende Wetten aufzulösen. Nicht wenigen Vermögensverwaltern wurde bange: Die Hedgefonds unter anderem von Stan Druckenmiller, Louis Bacon und David Tepper sind im dritten Quartal allesamt ins Minus geraten mit ihren US-Aktienpositionen, wie aus den Pflichtmitteilungen hervorging.