Risiko gesenkt Pimco warnt vor Fed-Fehltritt

Joachim Fels, Pimcos globaler Wirtschaftsberater

Joachim Fels, Pimcos globaler Wirtschaftsberater

Die US- Notenbank könnte die Geldpolitik in den nächsten zwei Jahren schneller straffen als der Markt erwartet - zum Teil, weil sich Veränderungen bei Schlüsselpersonen auf die Entscheidungen auswirken, wie Joachim Fels, Pimcos globaler Wirtschaftsberater sagte. Die Märkte hätten viele Risiken ignoriert, da sie sich auf einen potenziellen Schub durch die Politik von Präsident Donald Trump konzentrierten.

Fels gesellt sich damit zu einer Reihe von Investoren, die den Ausblick für die US-Wirtschaft in Frage stellen, während die Fed mit fehlender Klarheit von Seiten der neuen Regierung ringt, die zudem eine Reihe von Positionen bei der Zentralbank zu besetzen hat. Larry Fink, CEO von BlackRock Inc. und Volkswirte der Goldman Sachs Group Inc. kritisierten wie wachstumsfördernde Politikmaßnahmen auf den Weg gebracht werden dürften. Indessen warten Händler auf die Auftritte von Janet Yellen vor dem Kongress in dieser Woche, und Konjunkturindikatoren dürfte ein leichtes Anziehen der US-Inflation ausweisen.

Fed nicht übermäßig expansionistisch

"Die Fed könnte tatsächlich ’hawkish’ werden und die Geldpolitik zu sehr straffen", sagte Feld am Dienstag auf einer Konferenz in Sydney via Videolink vom Pimco-Firmensitz in Newport Beach, Kalifornien. "Bedenken Sie, dass die Fed im derzeitigen Stadium nicht übermäßig expansionistisch ist. Wenn man also denkt, dass wir eine stärker auf Straffung ausgerichtete Fed bekommen und wir mehr Zinserhöhungen sehen werden als der Markt derzeit eingepreist hat, könnte es sehr wohl sein, dass die Fed in einem relativ frühen Stadium verengt."

Fed-Gouverneur Daniel Tarullo wird Anfang April zurücktreten. Damit wird der Weg für das Weiße Haus frei, drei der sieben Sitze im Fed Board in Washington zu besetzen. Zwei Vakanzen gibt es bereits.