Saxo Bank provoziert – der etwas andere Marktausblick

Was passiert im kommenden Jahr? Die Saxo Bank erstellt jedes Jahr Worst-Case Szenarien. Foto: Fotolia

Was passiert im kommenden Jahr? Die Saxo Bank erstellt jedes Jahr Worst-Case Szenarien. Foto: Fotolia

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1. DAX stürzt um 33 Prozent auf 5.000 Punkte

Die chinesische Konjunktur verliert weiter an Tempo und versetzt der deutschen industriellen Expansion damit einen Dämpfer. Dies führt zu Kurseinbrüchen bei Industriewerten und einem sinkenden Verbrauchervertrauen. Die Popularitätswerte von Kanzlerin Merkel im Vorfeld der Bundestagswahlen brechen ein. Die Wirtschaftslage ist schlecht und die politische Unsicherheit groß, da sich Deutschland einer weiteren Vergemeinschaftung der Euro‐Schulden nähert. In der Folge fällt der DAX auf 5.000 Punkte und damit im Jahresverlauf um insgesamt 33 Prozent.

2. Verstaatlichung der japanischen Elektronikriesen

Die japanische Elektronikindustrie befindet sich im Niedergang und muss sich der südkoreanischen Konkurrenz geschlagen geben. Durch Verluste in Höhe von insgesamt 30 Milliarden US‐Dollar in den vergangenen zwölf Monaten haben die einstigen Vorzeigekonzerne Sharp, Panasonic und Sony erheblich an Kreditwürdigkeit eingebüßt. Die japanische Regierung verstaatlicht die Elektronikriesen und folgt dabei dem Beispiel der US‐Regierung bei der Rettung der Automobilindustrie.

3. Preis für Sojabohnen steigt um 50 Prozent


2012 sorgten schlechte Witterungsbedingungen weltweit für massive Ernteausfälle. Die amerikanischen Lagerendbestände für Sojabohnen sind auf ihrem tiefsten Stand seit neun Jahren. Weitere wetterbedingte Störungen in den USA, Südamerika oder China könnten den Preis neuer Sojaernten in die Höhe schnellen lassen. Die steigende Nachfrage nach Biokraftstoffen (hier Sojabohnen für Biodiesel) wird ebenfalls zu vorübergehenden Preisspitzen führen. Spekulative Investoren stehen bereits in den Startlöchern. Diese Kombination aus markttechnischer und fundamentaler Nachfrage könnte den Preis bis zu 50 Prozent nach oben heben. Ernährungssicherheit wird ein Schlagwort.

4. Gold korrigiert und fällt auf 1.200 US‐Dollar pro Feinunze

Die Stärke des US‐Aufschwungs 2013 überrascht den Markt und insbesondere Goldinvestoren. Diese Tatsache, sowie eine schwächere Nachfrage nach physischem Gold aus China und Indien – beide haben mit Wachstumsschwäche und steigender Arbeitslosigkeit zu kämpfen – führen zur Auflösung von Goldbeständen. Der Goldpreis rutscht auf 1.200 US‐Dollar, bevor Zentralbanken in die Bresche springen, um die niedrigen Preise zur Auffüllung ihrer Goldbestände zu nutzen.

5. Rohöl der Sorte WTI fällt auf 50 US‐Dollar

Die Energieproduktion in den USA steigt weiter. Möglich wird dies durch modernste Produktionstechniken wie beispielsweise bei der Förderung von Schieferöl. Auch die Förderung von Rohöl steigt stark. Da die heimischen Lagerbestände bereits auf dem höchsten Stand seit 30 Jahren sind und es nur begrenzte Möglichkeiten zur Ausfuhr gibt, kommt der Preis für WTI erneut unter Druck. Der Preis pro Barrel purzelt auf 50 US‐Dollar.