Schatzsuche am Immobilienmarkt Wo die Kaufpreise noch steigen

Robert Annabrunner, Bereichsleiter Drittvertrieb der DSL Bank.

Robert Annabrunner, Bereichsleiter Drittvertrieb der DSL Bank.

Um 5,5 Prozent sind die Kaufpreise für Wohnungen und Häuser 2017 im bundesweiten Mittel gestiegen, wie aus dem Wohnatlas 2018 der Postbank hervorgeht. In den Großstädten zogen die Preise sogar noch deutlicher an. Doch die Zeiten der großen Preissprünge in den Metropolen dürften langsam dem Ende entgegengehen. Wertsteigerungen sind aber dennoch weiterhin drin, auch wenn die Preisentwicklung insgesamt abflacht. Es lassen sich durchaus noch Immobilien-Schätze in Deutschland finden.

Wer in Immobilien investieren will, sollte allerdings nicht nur auf die urbanen Zentren schauen. Im Gegenteil: Der Wohnatlas zeigt, dass gerade die kleineren Städte Käufern eine hohe Rendite liefern können. Dabei gibt es durchaus erstaunliche Ergebnisse: Die mit Abstand größten Preissteigerungen sind demnach im baden-württembergischen Heilbronn zu erwarten. In der Stadt dürften sich Wohnimmobilien bis 2030 jährlich um rund 3 Prozent verteuern.

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Generell finden sich im Süden der Republik fast durchgehend gute Rahmenbedingungen für Investitionen – bei allerdings jetzt schon vergleichsweise hohen Quadratmeterpreisen. Eher moderate Preise mit Aussicht auf Wertsteigerungen finden Kaufinteressierte laut Wohnatlas besonders im Nordwesten und Südwesten Deutschlands. So ist Niedersachsen attraktiver geworden und auch hoch im Norden, beispielsweise im Landkreis Schleswig-Flensburg, steht es um die Investitionschancen gut.

Generell sollten Interessenten immer genau hinsehen und das Preis-Leistungs-Verhältnis prüfen. Denn die Chancen eines Immobilieninvestments hängen auch vom einzelnen Objekt ab – von Bausubstanz, Ausstattung und vor allem der Lage. Stimmen all diese Faktoren, können durchaus auch hohe Preise gerechtfertigt sein. Wer unsicher ist, sollte unbedingt auf die kompetente Beratung eines Immobilien- oder Finanzberaters bauen.