Schroder ISF Global Demographic Opportunities So profitieren Anleger von demographischen Faktoren

Morgengymnastik vor einer Starbucks-Coffee-Filiale in Shanghai: Auch Chinas Gesellschaft altert rapide. (Foto: Getty Images)

Morgengymnastik vor einer Starbucks-Coffee-Filiale in Shanghai: Auch Chinas Gesellschaft altert rapide. (Foto: Getty Images)

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Dass viele Industrienationen altern, ist eine Tatsache. Anders der Trend in den Schwellenländern mit ihren hohen Geburtenraten: Bis 2050 wird die Weltbevölkerung laut Prognose von rund sechs auf rund neun Milliarden Menschen anwachsen. Und dieser Zuwachs soll zu 98 Prozent aus den Emerging Markets kommen. Firmen, die von diesen Trends im besonderen Maß profitieren und sich diese optimal zunutze machen, sind ganz nach dem Geschmack von Charles Somers. Er managt den Schroder ISF Global Demographic Opportunities, für den er aus weltweit rund 9.000 Aktien die aussichtsreichsten herausfiltert. Diese Aufgabe bewältigt er jedoch nicht allein: Das Research-Team von Schroders mit rund 70 Spezialisten für unterschiedliche Sektoren und 25 Analysten für einzelne Märkte unterstützt ihn bei der Titelauswahl und deckt rund 90 Prozent des weltweiten Aktienmarkts ab. Zudem kann Somers auf die hauseigene Datenbank zum demografischen Wandel zurückgreifen. Auf Länderebene analysiert das Team die lokalen Besonderheiten und Lebensstile ebenso wie die volkswirtschaftlichen Rahmendaten und die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Konsum. 40 bis 60 Aktientitel im Portfolio

„Auf Einzeltitelebene nehmen wir die Auswirkungen der demografischen Trends auf die Unternehmen, ihre Wettbewerber und ihr weiteres wirtschaftliches Umfeld unter die Lupe“, ergänzt der Schroders-Manager. Üblicherweise hält er etwa 40 bis 60 Titel im Portfolio, dabei kann er neben Standardwerten auch Small Caps integrieren. Einen Vergleichsindex muss er dabei nicht beachten. Regional hat der Fondsmanager ebenfalls keine Vorgaben und kann weltweit investieren. Als Kernthema stuft Schroders unter anderem die steigenden Infrastrukturausgaben ein, die aufgrund der rapide zunehmenden Bevölkerung erforderlich werden. Zudem sieht die Fondsgesellschaft den wachsenden Bedarf an Finanzdienstleistungen und die sich verändernden Essgewohnheiten in den aufstrebenden Ländern als eines der wichtigen Themen, ebenso die steigende Nachfrage nach Altersvorsorge-Dienstleistungen in den Industrie-, aber auch in den aufstrebenden Schwellenländern. „Die Ein-Kind-Politik in China wird beispielsweise dazu führen, dass 2050 etwa 330 Millionen Chinesen älter als 65 Jahre sein werden“, unterstreicht Somers. Inwieweit sich der demografische Wandel auf Unternehmen auswirkt, illustriert der Experte anhand spezifischer Konsumgewohnheiten: „Junge Menschen geben viel Geld für Kleidung, Unterhaltungselektronik und Restaurants aus, ältere hingegen eher für die Bereiche Gesundheit, Pflege und Pauschalreisen. Unternehmen, die ihre Produkte an die Bedürfnisse älterer Menschen adaptieren, haben überdurchschnittlich gute Chancen auf Wachstum.“

Kaugummis für Senioren Dazu zählt Somers unter anderem das amerikanische Krankenhausunternehmen Tenet Healthcare, das 80 Kliniken und über 200 Ambulanzzentren in den USA betreibt und Prozessdienstleistungen für den Gesundheitssektor anbietet. Der Fondsmanager nennt als weiteres gutes Beispiel die Süßwarenindustrie, die aufgefordert ist, sich in den westlichen Ländern auf eine sinkende Nachfrage nach traditionellen Produkten wie etwa Gummibärchen einzustellen. „Auch diese Branche muss ihr Angebot an die Generation Rollator anpassen, um die zurückgehende Nachfrage aufzufangen. Ein Trendsetter ist hierbei etwa der Kaugummihersteller Wrigley’s, der nicht nur weiterhin das bei Kindern beliebte Hubba Bubba verkauft, sondern auch mit Kampagnen daran arbeitet, Kaugummis für ältere Menschen attraktiv zu machen und als gesundheitsfördernd zu positionieren“, berichtet Experte Somers.