Schwäbische Tugenden bei Röcker & Walz

Die Vermögensverwalter von Röcker & Walz setzen auf stabile und ertragsstarke Werte – erkennbar auch am Firmensitz in Stuttgart. (Foto: Röcker & Walz)

Die Vermögensverwalter von Röcker & Walz setzen auf stabile und ertragsstarke Werte – erkennbar auch am Firmensitz in Stuttgart. (Foto: Röcker & Walz)

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Binnen weniger Jahre hat sich Röcker & Walz zu einer festen Größe im Bereich Vermögensverwaltung entwickelt. Die Stuttgarter Gesellschaft, erst 2006 gegründet, wuchs in den Folgejahren dynamisch.

Alleine das Flaggschiff der Süddeutschen, der Mischfonds RW Portfolio Strategie UI (WKN: A0M7WP), kommt derzeit auf ein verwaltetes Vermögen von mehr als 70 Millionen Euro – Tendenz steigend.



Hinter diesem Zuspruch stecken weder intensive Marketingbemühungen noch spektakuläre Aktionen am Kapitalmarkt. Die Gesellschaft expandiert eher aufgrund von Empfehlungen; in den Kundenportfolios dominieren die Wertpapiere substanzstarker Großkonzerne.

„Wir bevorzugen stressresistente Anlagen und agieren auf Sicht mehrerer Jahre“, beschreibt Firmenmitgründer Karl-Heinz Walz die Philosophie seines Hauses. Umgesetzt wird diese durch die Bevorzugung defensiver Aktien und bonitätsstarker Unternehmensanleihen aus Kernmärkten wie Europa oder den USA.

Es gilt das Vorsichtsprinzip

Walz widersteht der Versuchung, die womöglich letzte Phase der Börsenhausse noch einmal auszureizen und in zyklische Titel umzuschichten. „Aktien sind nicht mehr billig. Von daher ist die Gelassenheit der Marktteilnehmer schon erstaunlich“, zeigt sich der Vermögensverwalter nachdenklich.

Nach seiner Auffassung beruht das derzeitige Kursniveau vor allem auf billigem Geld der Notenbanken. „Die Unternehmensgewinne großer Konzerne haben dagegen zuletzt eher enttäuscht.“

Röcker & Walz konzentriert sich im Aktienbereich auf ertragsstabile und dividendenstarke Standardtitel wie zum Beispiel Novartis, Nestlé oder Allianz.

Im Rentenbereich meiden die Stuttgarter Anleihen mit langen Restlaufzeiten. Hier verzichtet die Gesellschaft lieber auf ein paar Pünktchen Performance, als bei einer etwaigen Zinswende deutliche Kurseinbußen in Kauf zu nehmen.

Aus ähnlichen Gründen spielen Investments aus den Euro-Peripheriestaaten oder aus den Schwellenländern nur eine untergeordnete Rolle.

Um Zusatzerträge auch in Seitwärts- oder moderaten Abwärtsbewegungen des Marktes zu erzielen, werden für den hauseigenen Mischfonds fallweise Call-Optionen auf gehaltene Aktien geschrieben, was Zusatzerträge ermöglicht.