Schweizer vorn beim Test der besten Vermögensmanager

Quelle: Christoph Petras

Quelle: Christoph Petras

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Mit der Bank Julius Bär & Co. entschied erstmals ein Vermögensmanager aus der Schweiz den anspruchsvollen Test für sich. Die traditionsreiche Züricher Privatbank erzielte durch sehr gute Leistungen in allen getesteten Disziplinen 79,8 von 100 möglichen Punkten. Während auch österreichische und Luxemburger Institute besser als in den Vorjahren abschnitten, fielen die deutschen Vermögensmanager im aktuellen Ranking zurück.

Viele von ihnen konnten oder wollten ihre Kompetenz im Umgang mit Auslandsgeld nicht unter Beweis stellen, so die Organisatoren (mehr dazu auch in dem im Vorfeld der Veranstaltung geführten Interview mit Fuchsbriefe-Chef Ralf Vielhaber: „Dieses Jahr ging es ums Überleben“)

Deutsche Häuser fallen zurück

Vor dem Hintergrund der Diskussion um Offshore-Finanzplätze verwies beispielsweise die deutsche Tochter der LGT die Aufgabe an die Schweizer Schwester. In diesem Jahr schafften es lediglich fünf deutsche Häuser unter die Top 10. Zwei von ihnen hatten eine ausländische Konzernmutter. Der diesjährige Zweitplatzierte, die Credit Suisse Deutschland, verbesserte sich um einen Rang. Platz 3 geht an die DZ Bank International aus Luxemburg, die im Vorjahr noch nicht zur Spitzengruppe zählte.

Die Bestplatzierten sind in verschiedenen Kategorien am 30. November 2009 auf einer Festveranstaltung im Rahmen des 6. Berliner Private Banking Gipfels für ihre Leistungen ausgezeichnet worden.

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Der mittels Mystery Shopping erstellten Analyse lag ein vertrackter fiktiver Beispielfall eines russischstämmigen Jungunternehmers zugrunde.

In die Testergebnisse floss neben den Kategorien Transparenz (15 Prozent) und Beratungsgespräch (35 Prozent) maßgeblich die Kategorie Vermögensstrategie (50 Prozent) ein. Dabei wurde erstmals auch ermittelt, wie effizient die eingereichten Anlagevorschläge das anzulegende Vermögen auf unterschiedliche Anlageklassen verteilen und wie sich die jeweiligen Portfolios in Krisenszenarien verhalten.

Der Testsieger Julius Bär glänzte laut Testreport in erster Linie mit einem ideenreichen, gut strukturierten und lösungsorientierten Beratungsgespräch, der internationalen Expertise ihrer Berater sowie einer ausgefeilten Vermögensstrategie. Fuchsbriefe-Herausgeber Ralf Vielhaber kommentiert: „Julius Bär beherrscht als Schweizer Bank voll die komplexe Onshore-Beratung von Auslandskunden, insbesondere auch aus Deutschland.“

Credit Suisse seit Jahren on top

Auf Rang 2 verteidigte Credit Suisse Deutschland durch eine erneut sehr gute Leistung ihre führende Position in der „Ewigen Bestenliste“, die auf den jeweils letzten drei zurückliegenden Testergebnissen basiert. Die Eidgenossen zeigen bereits seit dem Jahr 2005 in allen von den Testern besuchten Niederlassungen starke Beraterleistungen.

„Durchdachte Vermögensstrategien zu entwickeln ist eine Kunst, die nur wenige Häuser beherrschen. Die Credit Suisse zeigt erneut, dass sie diese Disziplin beherrscht und an den unterschiedlichen Standorten vorhält“, so Jörg Richter, Geschäftsführer des Instituts für Qualitätssicherung und Prüfung von Finanzdienstleistungen (IQF).