Sechs Richtige Welche Fonds neu zu unseren Klassikern gehören

Audrey Hepburn: Sie prägte als Ikone klassische Stile wie das kleine Schwarze und die Perlenkette | © DAS INVESTMENT

Audrey Hepburn: Sie prägte als Ikone klassische Stile wie das kleine Schwarze und die Perlenkette Foto: DAS INVESTMENT

Werner Smets ist ein eher stiller Arbeiter – aber ein enorm effektiver. Mit dem Anfang November 2014 in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen globalen Aktienfonds Vector Navigator schlägt er bislang den Durchschnitt seiner Vergleichsgruppe um Längen. Der Geschäftsführer der belgischen Investmentboutique Vector Asset Management ist auch einer der wenigen Manager, der im genannten Zeitraum mit seinem Fonds vor dem Vergleichsindex MSCI World liegt: 48,6 Prozent beträgt der Wertzuwachs seither, im Index waren es nur 44,2 Prozent.

Was das Bild noch ein ganzes Stück runder macht: Smets betreut den Vector Navigator schon seit der Auflegung im April 2001, also seit nunmehr 17 Jahren. So viel Konstanz ist in der schnelllebigen Investmentbranche eher selten.

Und auch die Grundpfeiler der Anlagepolitik blieben in all den Jahren weitgehend unverändert. Smets arbeitet mit einem selbst entwickelten Computerprogramm, das nach den unterschiedlichsten Kriterien attraktiv bewertete Aktien herausfiltert – und gleichzeitig Signale liefert, zu welchem Zeitpunkt ein Kauf besonders lohnenswert erscheint. Letztlich entscheidet jedoch Smets mit seinem Team, ob und wann eine bestimmte Aktie ins Portfolio kommt, nicht der Computer. Dabei ist er stets voll investiert und gewichtet alle Titel – in der Regel um die 80 – annähernd gleich hoch.

Alle Voraussetzungen erfüllt

Eine überdurchschnittliche Performance über verschiedene Zeiträume in einer Basiskategorie, ein erfahrenes, aktiv agierendes und konstantes Managementteam und dazu ein Volumen, das sich mittlerweile deutlich über der Marke von 100 Millionen Euro eingependelt hat – der Vector Navigator erfüllt erkennbar alle Voraussetzungen, um in den Kreis der 100 von DAS INVESTMENT definierten Fondsklassiker aufgenommen zu werden (hier die 100 Fondsklassiker).  Ein Privileg, das von dieser Ausgabe an auch der MFS Meridian European Value genießt. Der Fonds existiert ebenfalls bereits seit mehr als 15 Jahren, seit 2008 hat dort Benjamin Stone die Zügel in der Hand. Zusammen mit Co-Manager Pablo de la Mata setzt Stone die besten Ideen des europäischen Analystenteams der traditionsreichen US-Gesellschaft MFS um – und hat damit in den vergangenen fünf Jahren den Durchschnitt seiner Vergleichsgruppe um immerhin 13 Prozentpunkte geschlagen. Mit einem Volumen von knapp 5 Milliarden Euro ist er zudem in seiner Kategorie ein echtes Schwergewicht.

Letzteres gilt auch für den JPM Global Macro Opportunities von James Elliot und Shrenick Shah, die den Abgang ihres langjährigen Teamkollegen Talib Sheikh offenbar gut weggesteckt haben: Auch im laufenden Jahr liegt ihr derzeit rund 5,4 Milliarden Euro schwerer Strategiefonds deutlich vor der Konkurrenz.

Die beiden eher defensiv ausgerichteten Mischfonds IP White und SPSW Global Multi Asset Selection verdanken ihre Erhebung in den Klassiker-Status in erster Linie den Top-Leistungen ihrer Manager Lars Rosenfeld und Markus Wedel, die diese seit Jahren auch schon bei anderen Fonds unter Beweis stellen (siehe Crashtest). Sechster Neuzugang im 100er-Feld ist der an Nachhaltigkeitskriterien orientierte Vontobel Sustainable Emerging Markets Leaders von Roger Merz und Thomas Schaffner. Aufgrund von Managerwechseln oder in jüngerer Vergangenheit eher durchwachsenen Leistungen nicht mehr dort vertreten sind dagegen folgende sechs Fonds: Aberdeen Emerging Markets Equity, BHF Flexible Allocation, Metropole Selection, Standard Life Absolute Return Strategies, Templeton Frontier Markets und Weltzins Invest.