Serie Bric-Länder, Teil 4: Russland

Der Moskauer Kreml. Seit jeher Machtsymbol Russlands. Foto: Getty Images

Der Moskauer Kreml. Seit jeher Machtsymbol Russlands. Foto: Getty Images

// //

Auf dem Weg vom Moskauer Flughafen Vnukovo in die Innenstadt sieht man vor allem Werbeschilder. Auf 5 mal 3 Metern werben Ikea, McDonald’s, Kia Motors, Media-Markt. Die Mittelschicht in Russland wächst, und sie will einkaufen – vorzugsweise Waren aus den westlichen Ländern.

Das zeigt sich auch in den Einkaufszentren: Neben H&M haben sich Zara, Starbucks und eine Nordsee-Filiale breit gemacht. Dass das Einkaufszentrum in Moskau und nicht in Berlin oder London steht, macht sich nur an der kyrillischen Schrift bemerkbar.

Das einst sozialistische Land hat sich unübersehbar dem Kapitalismus geöffnet. „Russland ist der größte Konsumentenmarkt in Europa und der größte Energieexporteur nach Europa“, sagt Odeniyaz Dzhaparov, Fondsmanager des DWS Russia. „Das sind für mich die Hauptgründe, warum der Markt für Investoren interessant ist.”

Plus: Russische Aktien sind mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5 derzeit sehr günstig (China: 11, Indien: 16, Brasilien: 18, Deutschland: 14). „Russland ist einer der billigsten Aktienmärkte weltweit“, sagt Angelika Millendorfer, Leiterin der Abteilung Emerging Markets Equities bei Raiffeisen Capital Management.