Serie Gold oder Goldminen, Teil 3 „Goldpreis sagt wenig über die Entwicklung der Goldminenaktien aus“

John Hathaway, Manager der Goldfonds Tocqueville Gold und Falcon Gold Equity bei Tocqueville Asset Management

John Hathaway, Manager der Goldfonds Tocqueville Gold und Falcon Gold Equity bei Tocqueville Asset Management

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Physisches Gold ist in erster Linie als eine Art Versicherung für finanziellen Wohlstand zu sehen. Niemand kann derzeit die Konsequenzen der Geldmarktpolitik der Notenbanken im Detail vorhersehen. Viele Marktteilnehmer rechnen jedoch mit einer Abschwächung der Kaufkraft von Papiergeld wie Euro und US-Dollar. Physisches Gold stellt in so einer Erwartungshaltung einen Grundstein für eine finanzielle Absicherung dar. 

Wichtig ist jedoch, dass dieses Gold außerhalb vom Finanzsystem verwahrt wird. Gold widerspiegelt echte Liquidität welche unabhängig von fehlerhaften Entwicklungen bei Papiergeld erhalten bleibt. Physisches Gold in einer Asset Allokation beizumischen ist ein Gebot der Stunde um bestehendes Vermögen abzusichern und zu erhalten.

Unterschiedliches Risiko-Ertrags-Profil

Ein Investment in Goldminenaktien ist mit einer ähnlichen Erwartungshaltung wie physisches Gold verbunden, unterscheidet sich aber in der Ausprägung des Risiko-/Ertragsprofils. Physisches Gold ist ein rein passives Investment während ein Investment in Goldminenaktien ein aktiver Ansatz ist. 

Goldminenaktien offerieren ein dynamisches Exposure zu einem steigenden beziehungsweise fallenden Goldpreis. Die Minenwerte entwickeln sich überproportional positiv in steigenden Goldpreismärkten und überproportional negativ in fallenden Goldpreismärkten. Oftmals unterstellt man Minenwerte ein Beta von zwei bis drei zum Goldpreis. Die erwartete Performance liegt oftmals um ein Vielfaches höher als ein Investment in physisches Gold.