Serie Makler-Tipps zur BU-Beratung, Teil 2 Praxisfall: Die größte Falle bei der BU-Beratung von Berufsanfängern

Finanzberater Tobias Bierl

Finanzberater Tobias Bierl

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In seinem Blog schildert Finanzberater Tobias Bierl den Fall eines 20-jährigen Kunden. Das Praxisbeispiel steht stellvertretend für die Beratung von jungen Menschen, die gerade in ihrem ersten Job Fuß gefasst haben und sich nun finanziell absichern wollen.

Welche Versicherungen benötigt ein 20-Jähriger, der gerade ausgelernt und seinen ersten festen und sogar gut bezahlten Job innehat?, fragt Bierl. Die Antwort: In erster Linie muss eine BU-Police her, denn seine Arbeitskraft kann man nicht früh genug absichern. 

Schritt 1: Bedeutung des frühzeitigen BU-Abschlusses nahelegen

Nachdem der Makler seinem Kunden die enorme Bedeutung eines BU-Abschlusses bereits in jungen Jahren nahegelegt hat, machte er ihn auf die Wichtigkeit von Gesundheitsfragen im BU-Antrag aufmerksam. Man sollte seine gesamte Krankenakte aufarbeiten, alle behandelnden Ärzte im Zeitraum von bis zu 10 Jahren (je nach Diagnose) anschreiben und sich die Befundberichte geben lassen, riet Bierl. Die Antwort des jungen Mannes - nicht nötig, er sei nie beim Arzt, ihm fehle nichts.

Schritt 2: Bei Gesundheitsfragen nochmals nachhaken

Auch wenn diese Aussage bei jungen Menschen tatsächlich zutreffen kann, sollten Sie hier nochmal nachhaken, rät Bierl. Er hatte das nämlich bei seinem Kunden gemacht - und fand heraus, dass dieser erst vor kurzem von seinem Hausarzt wegen Kopfschmerzen krankgeschrieben wurde. „Da schrillten dann alle Alarmglocken bei mir“, schildert der Versicherungsmakler. Schließlich könne der behandelnde Arzt bei Kopfschmerzen viel hineininterpretieren, bis hin zum Thema Psyche. Steht jedoch eine solche Diagnose in der Krankenakte, dann sei ein normaler Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung für die nächsten Jahre passe, zumindest mit einer normalen Annahme und ohne Ausschlüsse beziehungsweise Risikozuschläge.