„Sie können das Risiko in den Schwellenländern ausbügeln"

James Ross

James Ross

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DAS INVESTMENT.com: Ist die Krise in der Eurozone eine Chance für die Schwellenländer, sich als Investmentalternative zu präsentieren?

James Ross: Die Politik in Europa hat sich redlich bemüht, die Lage in Europa unter Kontrolle zu bringen, sie zu stabilisieren. Nur hat das nicht in dem Maße funktioniert, wie man sich das vorgestellt hat. Und das Ende ist nach all dieser Zeit nach wie vor offen. Die Emerging Markets bieten sich daher schon als Alternative für Investoren an, die nach höherem Wachstum und stabileren Schuldenraten suchen. Laut Prognose des Internationalen Währungsfonds werden die Schwellenländer in diesem Jahr um 6,1 Prozent zulegen. Die Schulden liegen bei rund 40 Prozent vom BIP.

DAS INVESTMENT.com: Die Entwicklungen in China zum Beispiel sind aber nicht ganz unkritisch. Das Wirtschaftswachstum sinkt und Experten sprechen von einer Blase.

Ross: Auf dem Immobilienmarkt vielleicht, aber der Rest der Wirtschaft zeigt sich robust. Die chinesische Regierung greift in den Markt ein, um das Wachstum auf eine stabilere Basis zu stellen. Sie wird die Zinsen senken, was gut für die Aktienmärkte ist. Zudem will sie den Konsum stärken, um das Land unabhängiger von Exporten zu machen. In diesem Bereich finden Sie sehr interessante Unternehmen.

DAS INVESTMENT.com: Können Sie ein Beispiel geben?

Ross: Mit steigendem Einkommen geht normalerweise einher, mehr auf sein Äußeres zu achten. Das ist bei den Chinesen nicht anders. Sie trinken spezielle Diät-Tees, um schlank zu werden und zu bleiben. Das Unternehmen Besunyen ist der führende Hersteller von diesen Tees und profitiert von der wachsenden Mittelschicht.

Wie Jim Ross die Anlagemöglichkeiten in Brasilien einschätzt und wie man die Volatilät aus Schwellenländerinvestments reduzieren kann, lesen Sie auf der nächsten Seite.